26. November 2022
Solaranlage reinigen Titelbild

Solaranlage selber reinigen

Ich habe leider (noch) keine Solaranlage. Dafür haben aber meine Sims Solaranlangen im Garten und auf dem Dach. Die Solaranlage im Garten muss ich ständig sauber machen, die Solaranlage auf dem Dach nie. Vermutlich ist dies logistisch für ein kleines Gaming-Wesen nicht möglich. Aber wie sieht das bei echten Solaranlagen aus? Muss man sie reinigen und wenn ja, wie reinigt man eine Solaranlage richtig?

Muss man seine Solaranlage überhaupt reinigen?

Durch den Regen werden auf den meisten Solaranlagen Verschmutzungen und ähnliches weggespült. Allerdings kann es wie diesen Sommer passieren, dass der Regen viele Wochen ausbleibt. Auch Solaranlagen, die weniger als 15 Grad geneigt sind, haben einen weniger großen Reinigungseffekt vom Regen. Ein anderes Problem können Tauben und Co. darstellen. Sie nisten sich gerne unter Solaranlagen ein. Dies sieht man dann auch auf den Solaranlagen, beispielsweise in Form von Taubenkot. Hier braucht es schon eher eine Taubenabwehr als einen Regenschauer.

Da eine saubere Solaranlage bessere Stromerträge erwirtschaftet, sollte man sie hin und wieder reinigen. Gerade bei stärkeren Verschmutzungen ist dies ratsam. Je nach dem, um welche Verschmutzung es sich handelt, ist die Ertragseinbuße zwischen minimal und 20 % angesiedelt. Besonders hartnäckige Ablagerungen und grobe Verschmutzungen verringern den Ertrag. Besonders Vogelkot kann zu einem Hot-Spot-Effekt führen, bei dem die Stelle heiß wird und Schäden an der Solaranlage entstehen können. Neben Kot können auch chemische Partikel wie Emissionen des Straßen- und Luftverkehrs, Ruß und Feinstaub, sowie natürliche Ablagerungen wie Sand, Blätter und Nadeln, Pollen, Haare und Insekten zu Verschmutzungen führen. Daneben können sich auch Pilze, Moose und Flechten an den Rändern ansiedeln.

Wie oft sollte man seine Solaranlage reinigen?

Das bedeutet aber nicht, dass man einmal die Woche aufs Dach klettern muss. Je nach dem wie der Verschmutzungsgrad ist, sollte man alle 3 bis 5 Jahre seine Fotovoltaikanlage reinigen. Wenn die Anlage stark verschmutzt ist auch schon eher. Solaranlagen in ländlichen Gebieten sind meist durch die Landwirtschaft stärker verschmutzt. Aber auch in der Nähe von Sägewerken oder Kraftwerken kommt es zu mehr Verschmutzungen. Um der Verunreinigung durch Vögel zuvorzukommen, kann man eine tierschutzkonforme Vogelabwehr installieren. Diese verhindert, dass die Vögel unter der Photovoltaikanlage kommen. So entstehen hier keine Vogelnester. Dies führt zu weniger Vögeln, die hier ihr Geschäft verrichten können und zu weniger Jungvögeln, die an den Kabeln knabbern.

Für die Reinigung sollte man sich einen regnerischen oder bedeckten Tag aussuchen. Bei einem heißen Sommertag könnte das Reinigen mit kaltem Wasser die Module beschädigen. Außerdem führt dies am Tag der Reinigung unnötig zu einem Ausfall des Stromertrags.

Da Solaranlagen meisten hoch oben auf dem Dach platziert sind und dadurch nicht so gut zugänglich sind, sollte an erster Stelle immer die eigene Sicherheit stehen. Bevor man diese gefährdet, sollte man die Solaranlage lieber etwas schmutzig werden lassen oder einen Profi engagieren. Dann sollte man sich mehrere Angebote einholen und darauf achten, dass die Preise inklusive Anfahrt, Ausrüstung und Material sind.

Wie kann man eine Solaranlage selber reinigen?

Wenn man seine Photovoltaikanlage selber reinigen möchte braucht man meist entweder ein Gerüst oder eine ultralange Teleskopleiter bzw. -stange. Zum Reinigen sollte man kalkarmes Wasser verwenden und vorher die Anlage vom Strom trennen. Sonst kann es zu Defekten mit Kurzschlüssen und Stromschlägen kommen. Wenn man gut an die Solaranlage herankommt, beispielsweise bei einem Balkonkraftwerk, kann man Laub und Baumnadeln mit den Händen herunterwischen. Dabei sollte man unbedingt Arbeits- oder Gummihandschuhe tragen. Sonst kann es passieren, dass man die Module beschädigt. Aus diesem Grund sollte man auch keinen Hochdruckreiniger oder harte Bürsten verwenden.

Für Staub, Schwebeteilchen und Ruß braucht man meist nur einen nassen Schwamm oder ein Tuch sowie ein mildes Reinigungsmittel. Starken Verkrustungen sollte man mit fließendem Wasser aus einem Gartenschlauch und einem milden Reinigungsmittel zu Leibe rücken. Dafür braucht man zwar viel Geduld, aber muss man weniger Angst haben, dass man die Solaranlage beschädigt. Wenn man zu starkes und nicht geeignetes Reinigungsmittel verwendet, kann es zu Beschädigungen an der Photovoltaikanlage kommen.

Ein wichtiger Punkt, den man nicht vernachlässigen sollte, ist der, dass man die Hinweise zur Modulreinigung des Herstellers beachtet. Sonst kann es passieren, dass die Garantie erlischt. Außerdem darf man die Module nicht betreten oder an ihnen herumklettern. Generell ist das wichtigste Gebot, dass man sich selbst nicht in Gefahr bringt und immer abgesichert ist.

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2022-09-30 16:00:00
Bastelfrau (Becky)

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