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Tipps und Tricks rund um die Stoffmalerei



Taschen, T-Shirts und andere Stoffgegenstände zu bemalen geht supereinfach und macht richtig viel Spaß. Aber was benötigt man dafür und was muss man beachten? Diese und mehr Fragen zur Stoffmalerei werden an dieser Stelle beantwortet.

Stoffe

Vor allem T-Shirts und Baumwolltaschen lassen sich leicht und effektiv selbst bemalen. Aber außer diesen Teilen gibt es mittlerweile auch noch viele andere Baumwollartikel, die sich bemalen lassen. Die Auswahl reicht von Tischsets über Tischdecken, Lätzchen fürs Baby, Rucksäcke und Schlamperlbeutel bis hin zu Handtaschen, Schürzen und Baseballcaps.

Die Baumwollstoffe, die Ihr bemalen wollt, müssen vorgewaschen sein, das heißt, die Appretur muss entfernt sein. Außerdem darf es sich natürlich nicht um Stoff handeln, der wasserabweisend ausgestattet ist.
Ganz abgesehen davon, kann man aber auch einfach Baumwollstoff als Meterware bemalen und hinterher weiter verarbeiten! Auch diese Stoffe müssen vorgewaschen werden.

 

Farben

Stoffmalfarben kann man bedenkenlos untereinander mischen. Das heißt also, dass man sich nur die Grundfarben sowie schwarz, weiß und evt. Glitterfarben oder Gold/Silber kaufen muss. Praktisch ist zusätzlich noch ein Farbverdünner (d.h. transparente Stoffmalfarbe), mit der man die Farbe verdünnen kann, ohne dass sie ihre Konsistenz verliert und ihre Eigenschaften verändert.

Zu Empfehlen ist auf jeden Fall eine "Mischpalette". Die gibt es im Hobbybedarf oder man nimmt eine Maxi-Wasser-Box mit ausklappbarer Mischpalette oder den Deckel eines Wasserfarbkastens.
Die meisten im Handel erhältlichen Stoffmalfarben eignen sich für Baumwolle, Leinen, Jute und Seide sowie Mischgewebe mit maximal 20% Kunstfaser-Anteil.
Es gibt aber auch Farben, mit denen man Kunstfaser bemalen kann (Liste wird ergänzt, sobald ich neue Farben finde):
Textile Art von Nerchau
Tee Juice Stoffmalstifte
Dye-Na-Flow von Jacquard

Pinsel

Zum Stoffmalen sollte man immer "Borstenpinsel" nehmen. Bevor du dir einen teuren Pinsel kaufst, kannst du einfach bei einem normalen Borstenpinsel die Borsten etwas kürzen, so lässt sich die Farbe besser in der Stoff "einmassieren". Allerdings gibt es mittlerweile auch bei den Borstenpinseln soviele unterschiedliche Formen und Längen, dass sich das Richtige problemlos finden lassen sollte.

Konturen übertragen

Bei vielen Baumwollartikeln reicht es, wenn Ihr die Vorlage unter den Stoff legt und die Konturen mit einem schwarzen Stoffmalstift nachmalt.

Bei dickeren Stoffen, könnt Ihr die Vorlage mit einem Bügelmusterstift auf Transparentpapier übertragen und dann auf den Stoff aufbügeln.

Vergesst nicht, die Konturen mit einem Stift nachzumalen, denn der Bügelmusterstift hat die Eigenschaft, dann beim Waschen zu verschwinden, wenn man ihn noch braucht, aber für ewig zu bleiben, wenn Ihr euch vermalt habt.



Ausmalen

Danach können die einzelnen Felder mit Stoffmalstiften oder flüssiger Stoffmalfarbe ausgemalt werden. Malt nach Möglichkeit keine direkt aneinandergrenzende Felder hintereinander aus. Die Farben könnten ineinanderlaufen, da die mit dem Stoffmalstift gezogene Konturenlinie die Flächen nicht voneinander abgrenzt, wie zum Beispiel die Gutta bei der Seidenmalerei.

Ganz feine Konturen z.B. Gesichtsfalten kann man mit einem Zahnstocher malen. Das geht allerdings nur, wenn die Farbe nicht zu fest ist. Auch hier sollte man aufpassen, dass der Hintergrund bzw. die angrenzenden Farbflächen schon trocken sind.

Wichtig ist auch, vor dem Bemalen ein Stück Pappe in die Tasche oder das T-Shirt zu legen. Dann schlägt die Farbe nicht durch. Auch wenn man ein glattes Stück Stoff bemalt, sollte man mit einer Unterlage arbeiten, damit die Farbe nicht auf den Tisch durchschlägt.

Farbverläufe

Hierzu verdünnst du die Farben, mit denen du den Farbverlauf machen möchtest, mit Wasser.
Dann beginnst du mit der dunkelsten Farbe und trägst sie auf den Stoff auf. Male diese Fläche nicht zu gross, sonst reicht der Platz eventuell nicht mehr für die helle Farbe, denn du benötigst einiges an Fläche, um einen schönen Farbverlauf zu malen.

Als nächstes malst du in den Rand der noch feuchten Farbe die nächst Farbe. Hier malst du aus der dunkelen Farbe heraus. Es entsteht zuerst ein Mischton, der dann in den Originalton der 2. Farbe übergeht.
Dann kannst du das Ganze mit beliebig vielen Farben weitermachen. Du musst nur darauf achten, dass die Farbe noch feucht ist.

Ist dir der Farbübergang noch nicht sanft genug, kannst du mit einem Borstenpinsel die Farben solange zueinander verreiben, bis dir das Resultat gefällt.

Wenn der Stoff die Farbe nicht annimmt

Auch wenn der zu bemalende Baumwoll-Artikel vorgewaschen ist, kann es dir passieren, dass die Farbe vom Stoff regelrecht abgestoßen wird. Mit einem Borstenpinsel kannst du die Farbe durch Verreiben in den Stoff einarbeiten. Es gibt übrigens auch ganz feine, runde Stupfpinsel. Diese eignen sich besonders für kleine Flächen.

Fixieren

Nicht jede Farbe muss abschließend fixiert werden. Cottonpaintfarben (von der Fa. Efco) sind beispielsweise selbstfixierend – sie müssen zum Abschluss nicht mehr gebügelt werden und sind dadurch besonders gut für Schirme und andere Gegenstände, die sich schlecht bügeln lassen, geeignet.

Bei Stoffmalfarben, die fixiert werden müssen, gehst du so vor: Zuerst muss deine Malerei vollkommen trocken sein. In der Regel wird das Teil dann von hinten, Bügeleinstellung Baumwolle, gebügelt. Hierbei musst du dich aber unbedingt an die Angaben des Herstellers halten, denn Temperatur und  Dauer kann von Hersteller zu Hersteller unterschiedlich sein.



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