23. Juli 2024

Teppich selber machen: Das solltest du beachten

Teppiche selber machen

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Ein selbst gemachter Teppich kann nicht nur eine persönliche Note in die eigenen vier Wände bringen, sondern auch eine kostengünstige und kreative Alternative zu industriell gefertigten Teppichen sein. Bevor man jedoch in die Welt des Teppich-Machens eintaucht, gibt es einige wichtige Aspekte zu beachten. Von der Auswahl der richtigen Materialien bis hin zur Sicherstellung von Rutschfestigkeit und Strapazierfähigkeit – hier sind einige Tipps, die dabei helfen, einen Teppich selber zu machen.

Teppich selber machen: Das richtige Material

Bevor man mit der Herstellung beginnt, sollte man sorgfältig die Materialien für den selbstgemachten Teppich auswählen. Verschiedene Stoffe und Garne haben nämlich unterschiedliche Eigenschaften hinsichtlich Haltbarkeit, Pflegeleichtigkeit und Optik. Es gibt auch Materialien, die sich positiv auf das Raumklima auswirken und besonders für Allergiker geeignet sind. Es kann sich auch lohnen, auf einen Materialmix zu setzen, um gleich mehrere positive Eigenschaften in einem Teppich zu vereinen.

  • Wolle: Wolle ist eine beliebte Wahl für selbstgemachte Teppiche, da sie strapazierfähig, weich und langlebig ist. Sie eignet sich gut für Bereiche mit mittlerer bis hoher Beanspruchung. Bei der Verwendung von Wolle sollte man allerdings unbedingt darauf achten, von welchem Tier die Wolle stammt. Für Teppiche eignet sich besonders gut Schurwolle vom Schaf, da diese besonders strapazierfähig ist. Aber auch Angora-, Alpaka-, Kaschmir-, Merino- und Mohairwolle sind beliebt bei Teppichen. Wolle ist gut für das Raumklima, da sie Feuchtigkeit gut aufnehmen und wieder abgeben kann und antistatisch ist. Daher bindet Wolle Staub und ist für Allergiker geeignet. Zudem ist Wolle recht unempfindlich gegen Schmutz und Wasser. Jedoch sollte man Wollteppiche nicht in feuchten Räumen wie dem Badezimmer oder der Küche platzieren, da sie dort leicht anfangen können zu schimmeln. Auch gegen Motten sollten Teppiche aus Wolle geschützt werden.
  • Baumwolle: Baumwollgarne sind eine gute Wahl, wenn man einen leichteren Teppich selbst machen möchte. Sie eignen sich gut für Bereiche mit geringerer Beanspruchung, da sie nicht so strapazierfähig sind. Da sie atmungsaktiv sind, eignen sie sich auch für Räume mit Fußbodenheizung. Außerdem sind Teppiche aus Baumwolle sehr saugfähig.
  • Jute: Jutefasern sind robust und haben ein rustikales Aussehen, sind aber nicht so weich und kuschelig. Sie eignen sich gut für Teppiche in stark frequentierten Bereichen, wie einem Eingangsbereich oder Flur. Auch Jute- oder Sisalteppiche sind gut für das Raumklima und haben eine antistatische Wirkung. Sie sind leicht zu reinigen. Man sollte sie jedoch nicht in feuchten Räumen platzieren, da sie schnell anfangen können zu schimmeln und sich bei Feuchtigkeit verformen.
  • Seide: Seide ist sehr formbeständig und strapazierfähig. Sie lässt sich gut färben und eignet sich für besonders feine Knüpf- und Webtechniken. Auch Seidenteppiche sind nicht für feuchte Räume geeignet.
  • Polyester: Polyester ist eine synthetische Faser, die sehr strapazierfähig, langlebig und lichtbeständig ist. Teppiche aus Polyester sind auch sehr formstabil, schmutzabweisend, schnelltrocknend und pflegeleicht. Sie können auch in stark beanspruchten Räumen wie Kinderzimmern oder Fluren eingesetzt werden. Auch in feuchten Räumen wie Badezimmern und Küchen sind Polyesterteppiche kein Problem. Es gibt sie sowohl als Hochflor- als auch als Kurzflorteppich.
  • Polypropylenfasern: Teppiche aus den synthetischen Fasern Polypropylen leiten besonders schnell Flüssigkeit weiter und sind äußerst strapazierfähig und scheuerfest. Sie bieten außerdem eine hohe Trittschall- und Wärmedämmung. Auch diese Teppiche kann man in stark beanspruchten sowie in feuchten Räumen platzieren, dadurch eignen sie sich für jeden Raum.
  • Viskose: Teppiche aus Viskose weisen eine hohe Saugfähigkeit auf und sind auch für Menschen mit einer Tierhaarallergie gut geeignet. Viskose kann feiner verarbeitet werden als Baumwolle, dadurch fühlen sich Teppiche aus Viskose weicher an. Allerdings sind sie nicht so strapazierfähig wie Teppiche aus Seide oder Wolle.
  • Modal: Teppiche aus Modal sind robust, strapazierfähig und formbeständig. Außerdem sind sie atmungsaktiv und nehmen Feuchtigkeit gut auf. Modal-Teppiche sind auch sehr weich.

Inspirationen und Techniken aussuchen

Wenn man weiß, für welchen Raum der selbstgemachte Teppich sein soll, und man sich für das richtige Material entschieden hat, sind der Kreativität fast keine Grenzen gesetzt. Da es viele verschiedene Techniken gibt, wie man einen Teppich selber machen kann, kann es passieren, dass man vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sieht. Um das zu vermeiden, sollte man sich erst einmal Inspiration im Internet holen. Dafür eignet sich wie immer Pinterest gut. Ein erster Anhaltspunkt kann aber auch dieser Artikel sein, in dem wir ein paar Techniken zum Teppich herstellen kurz vorstellen.

Eine andere Inspirationsquelle können auch Interiorzeitschriften und Einrichtungshäuser sein. Man sollte aber immer das Zimmer und dessen Einrichtung im Blick haben, für das man den Teppich selbst herstellen möchte. Wenn man beispielsweise entschieden hat, dass im Kinderzimmer ein neuer runder Teppich hineinkommen soll, kann man gezielt nach der Herstellung von runden Teppichen suchen.

Teppich selber machen: Sicherheitsaspekte

Damit der neue schöne selbstgemachte Teppich nicht zur Rutsch- und Stolperfalle wird, sollten einige Dinge beachtet werden. Für einen Teppich – egal ob selbstgemacht oder gekauft – sollte man sich in den meisten Fällen eine Antirutschmatte besorgen. Diese wird unter den Teppich gelegt und verhindert – wie der Name schon sagt – das Verrutschen. Alternativ kann man beim Teppichselbermachen auch gleich einen Teppichrücken aus Latex oder Gummi anbringen, um ihn stolperfester und rutschsicher zu machen.

Damit der Teppich nicht zur Stolperfalle wird, sollte man darauf achten, dass keine Beulen oder grobe Unebenheiten entstehen. Der Teppich sollte glatt auf dem Boden liegen und gerade die Außenkanten sollten sich nicht aufrollen. Die Ränder kann man mit Einfassbändern oder Webkanten verstärken. Bei langen Fransen sollte man diese an den Rändern verkleben oder nähen, damit sie nicht ausfransen.

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Teppiche selber machen
2024-03-11 18:46:07
Bastelfrau (Becky)