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Gespeichert von Bastelfrau am 1 September 2016

Zu Zeiten, als die Damen noch Fächer mit sich trugen, bedienten sie sich einer speziellen Fächersprache. Dabei hatte die Haltung des Fächers, die Art, wie man sich Luft zu fächelte, in welcher Hand man den Fächer hielt usw. unterschiedliche Bedeutungen. So konnten die Damen signalisieren, ob sie auf der Suche nach einem Mann waren, einem Herren glaubten oder nicht und sogar leidenschaftliche Liebe kundtun.

 

Den Fächer geschlossen an der Schnur am rechten Arm tragen bedeutet: Ich suche einen Mann.
Am linken Arm getragen: Ich bin verlobt.
In der Tasche tragen: Ich danke für Liebe.
Mit dem Fächer leicht in die Hand schlagen: Ich weiß nicht, ob Du der Rechte bist.
Den Fächer an die Lippen führen: Ich zweifle an Deiner Aufrichtigkeit.
Mit dem Fächer das Haar an der Stirne zurechtstreichen: Ich denke an Dich.
Die Malerei des Fächers besehen: Du gefällst mir
Nachlässiges Fächeln: Ein Zeichen von Gleichgültigkeit.
Den Fächer langsam schließen: Jawort.
Das rasche Hin- und Herfahren mit dem Fächer: Leidenschaftliche Liebe.
Mit dem Fächer das Gesicht bedecken: Das will ich nicht hören.
Mit dem Fächer das Gesicht teilweise bedecken: Nimm Dich vor meinen Eltern in acht.
Den Fächer aufs Herz legen: Ich liebe und leide.
Den Fächer dem Geliebten reichen: Es steht Schlimmes bevor.
Des Fächers Stäbe zählen: Ich möchte Dich sprechen.
Mit dem Fächer am Fenster sich zeigen: Ich gehe heute nicht aus.
Den Fächer fallen lassen: Ich bin ganz Dein.

 

Bild von PixelAnarchy auf Pixabay