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Gespeichert von Bastelfrau am 21 November 2019

Material zu Schablonen, am besten dünnstes Schablonen-Kupferblech, schneiden wir mit der Schere in passender Größe zu und tauchen es in flüssiges Bienenwachs, so dass beide Seiten einen dünnen Wachsüberzug erhalten.
Das Monogramm (Warenzeichen, Einzelbuchstaben) wird auf Papier vorgezeichnet, dessen Rückseite mit Graphit (Bleistift) geschwärzt, die Vorzeichnung auf das Schablonenblech gelegt und jeder Strich unter gelindem Druck durchgepaust.
Dann zieht man das Durchgepauste mit einer stumpfen Nadel (Stricknadel) nach, so aufdrückend, dass die Wachsschicht in den Linien entfernt wird. Man darf aber nicht vergessen, in gewissen Abständen "Stege" oder "Halter" stehen zu lassen.

Nun legt man das Blech in einen Teller oder, besser, in eine Glasschale und übergießt es mit Saltpetersäure. Die Vorzeichnung bedeckt sich schnell mit Gasbläschen, die man mit der Fahne einer Gänsefeder entfernt. In kaum einer Minute ist die Schablone durchgeätzt, was man erkennt, wenn man das Blech gegen das Licht hält.
Hierauf spült man die Schablone ab und entfernt das Wachs durch Erwärmen und Abwischen der dann geschmolzenen Schicht.
Nimmt man statt des Kuperbleches Messing- oder gar Zinkblech, so muss die Säure stark verdünnt werden.

Beim Verdünnen setze man stet die Säure dem Wasser tropfenweise zu - nie umgekehrt!

Beim Hantieren mit der Säure sei man sehr vorsichtig, um den Anzug vor Schaden zu bewahren. Ebenso dürfen die Finger nicht mit Säure in Berührung kommen. Auch hüte man sich vor den giftigen Säuredämpfen.