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Rezepte für das Ostereier färben mit Naturfarben

Gespeichert von Bastelfrau am 26 Februar 2018
Rezepte für das Ostereier färben mit Naturfarben

Mit Natur- und Pflanzenfarben lassen sich Eier in zarten Pastelltönen einfärben. Darüber hinaus sind fast alle dieser Farben lebensmittelecht. Man kann sie in Apotheken, Reformhäusern und Bastelgeschäften kaufen. Richtig preiswert wird das Basteln, wenn man die Ostereier mit Abfällen - wie zum Beispiel Zwiebelschalen - färbt. Dann sollte man aber unbedingt früh genug mit dem Sammeln der Schalen anfangen.

 

Färbt man mit Kamillenblüten oder Apfelbaumblättern erhält man einen Gelbton. Zartgrün wird es, wenn Brennnesseln oder Birkenblätter verwendet werden. Rotkohl und Rote Bete zaubern ein sanftes Violett auf die Eier.

 

So geht's:

Die Eier mit Essigwasser waschen.
Die Pflanzen zerkleinern und in ca. einem Liter Wasser kochen. Pflanzenteile heraus sieben und die Eier 10 Minuten im Sud garen. Wem der Farbton dann noch zu blass ist, lässt sie 30 Minuten im den abgekühlten Sud liegen.

 

Farbsud kann man aus frischen oder getrockneten Kräutern in einem alten Topf herstellen. Zarte Kräuter werden wie bei einem Teeaufguss behandelt - sie werden mit heißem Wasser übergossen.

 

Härtere Teile wie Rinden, Holz, welke Blätter oder Fruchthüllen werden kalt angesetzt. D.h., man legt sie in einen Topf mit kaltem Wasser und bringt das Wasser zum Kochen. Manchmal lässt man sie 1-2 Stunden im kalten Wasser liegen, bevor es erhitzt wird.

 

Die meisten Färbekräuter können in der Apotheke oder im Reformhaus gekauft werden, da es sich oft um Heilkräuter handelt.

 

Werden Eier mit einem Sud von Kräutern gefärbt, werden sie erst einmal gekocht. Dann legt man sie so lange in den heißen - nicht kochenden - Sud, bis der gewünschte Farbton erreicht ist.

 

Aus einer Hand voll Zwiebelschalen und einem Liter Wasser einen Sud kochen.
Taucht man ein hart gekochtes Ei nur kurz in den Sud, bekommt es einen schönen, warmen Gelbton. Erhält man die Färbedauer, werden die Eier braun. Sie eignen sich dann hervorragend für die Kratztechnik.

 

Mit einem Sud von einer Handvoll frischem Ysop- und Weinraute-Kraut auf 1 l Wasser erhält man grünliche Brauntöne.

 

50 g getrocknetes Wermutkraut mit 1 l Wasser ansetzen. Ergibt schöne, eher stumpfe Brauntöne.

 

Der Walnuss-Sud ergibt tiefe, volle Brauntöne. Die so gefärbten Eier, eignen sich besonders gut für die Kratztechnik, aber auch für Reserve-Technik und Wachs-Batik.
Es können drei verschiedene Teile der Walnuss zur Herstellung des Suds verwendet werden: die Blätter, die Rinde und äußeren grünen Schalen.
Herstellung des Suds: 10 g Walnuss auf 1 l Wasser

 

Eier mit Schachtelhalm färben ergibt eine gelbgrüne Färbung. Der Sud wird aus einer Hand voll Schachtelhalmkraut und 1 l Wasser hergestellt.

 

Vier Hände voll getrocknete (frische Blüten färben ebenfalls) Ringelblüten mit 1 l Wasser ansetzen. Die Farbe der Eier wird hellgelb bis hellbraun. Die Länge der Kochzeit beeinflusst die Färbung kaum

 

Eine Handvoll Odermennigkraut auf 1 l Wasser ergibt einen Sud, der rötlich/gelb färbt

 

1 Teelöffel Kurkuma mit 1/4 l kaltem Wasser verrühren. Die Eier über Nacht in den kalten Sud legen. So bekommt an orange-gelbe Eier.

 

3 Esslöffel Krappwurzel (geschnitten oder gemahlen) in 1 l Wasser. Kocht man den Sud während des Färbens nicht, werden die Eier zarte Rosatöne bekommen. Wird in kochendem Sud gefärbt, werden die Eier bräunlich-rot. Gibt man der Farbbrühe drei Esslöffel Alaun zu, erhält man unterschiedliche Rottöne. Dies geschieht, weil das Alaun die Eierschale aufraut und samtartig und pudrig erscheinen lässt, gleichzeitig aber die Brauntöne der Krappwurzel zurücknimmt.

 

Auch mit den Blüten von Stockrosen und Malven kann man Ostereier färben. Dafür gibt man 3 Esslöffel Blüten auf 1 l Wasser. Ergibt Grau-Blaue Farbtöne.

 

3 EL Rotholz auf einen Liter Wasser ergibt zart Rottöne. Rotholz lässt sich gut mit Krapp mischen.

 

4 EL nicht gerösteten Mate-Tee auf 1 l Wasser geben. Der Sud muss vor dem Färben 10 Minuten kochen. Werden die Eier im heißen Farbsud gefärbt, ergibt sich ein Gelbton, Werden sie im kalten Farbsud gefärbt, färbt der Mate-Tee die Eier grün.

 

Mehrere Handvoll Efeu und Brennessel auf einen l Wasser ergeben eine hell- bis olivgrüne Färbung.

 

1-2 Hand voll welke Ahornblätter werden auf 1 l Wasser gegeben. Ergibt einen goldenen Gelbton. Auch frische Blätter färben gelb

 

Mit Holunderbeersaft erhält man schon bei der Verwendung von kaltem Saft schöne Blautöne. Gibt man dem Saft einige Eisenspäne oder -schrauben zu, wird der Blauton vertieft. In heißem Holunderbeersaft nehmen selbst braune Eier nach etwas einer Stunde eine tiefe blauschwarze Farbe an. Der Blauton kann auch hier mit etwas Eisen verstärkt werden

 

2 Handvoll Holunderblätter auf 1 l Wasser - Ergibt ein zartes, grünliches Braun. Gibt man dem Sud einen gehäuften Esslöffel Soda zu, erhält man unauffällige Erdtöne. Gibt man dem Holunderblättersud 10 Esslöffel Essig zu, nimmt die Eierschale die Farbe besser an.

 

Je nachdem, welche Teile man vom Johanniskraut verwendet, werden die gefärbten Eier graubeige (Blüten) oder gelbbeige (Kraut). Allerdings ändert sich die Farbe an der Luft sehr schnell in einen Beigeton.

 

Stellt man einen Sud aus einer Handvoll Johanniskraut, 1/2 Teelöffel Alaun und 1/2 l kaltem Wasser her, färbt dieser Sud die Eier sehr schnell stark gelb. Dabei ist die Färbung nur bedingt haltbar. Schon beim Herausnehmen des Eies kann man bemerken, dass die gelbe Farbe an den Fingern hängen bleibt. Beim Abspülen des Eies geht noch einmal viel der Farbe verloren und durch das Anfassen wird die Eierschale leicht fleckig. Trotzdem hält sich insgesamt der starke Gelbton.
Durch das Alaun wirkt die Eierschale samtartig oder pudrig. Legt man eine Eisenschraube in den Sud, werden die Eier grüngelb.

 

3 Esslöffel Blauholz auf 1 l Wasser. Je länger gefärbt wird, umso intensiver wird die Farbe. Die dunkel gefärbten Eier eignen sich gut für Verziertechniken wie Wachs-Batik, Kratzen und Reserve-Technik.
Die Blauholzfärbung ist nicht lichtecht. Die Farbe schlägt nach einigen Tagen ins Bräunliche um.

 

2,5 g getrocknetes Cochenille zerreiben und mit 1 l Wasser zu einem Sud kochen. Ergibt Farbtöne von zartem Pink bis hin zu einem gedämpften Rot. Mischt man Cochenille mit Blauholz, bekommt man Lilatöne.

 

2 Handvoll welke Birkenblätter auf 1 l Wasser geben. Ergibt Grüntöne. Die Färbezeit beträgt etwa 3 Stunden.

 

Aus 5 EL Kamillenblüten und 1 l Wasser einen Sud herstellen. Ungeeignet sind Kamillenblüten aus Teebeuteln. Längere Färbezeiten ergeben einen tieferen Gelbton. Nach ca. 15 Minuten Färbezeit ist die größte Farbtiefe erreicht.

 

Rote Naturmalfarbe für Eier selbst herstellen

Rote-Beete-Saft einkochen lassen und Alaun zugeben.