Turner

Diesen gelenkige Turner fertigen wir aus starker Pappe oder besser aus dünnem Brettchen (Zigarrenkisten-oder Laubsägeholz).

 

 

Seine Größe kann nach Belieben 15-25 cm betragen. Die Teile der Abbildung 2 (Arme und Beine doppelt) werden entsprechend auf das Holz oder die Pappe aufgezeichnet und ausgeschnitten oder ausgesägt. Wem es möglich ist, Ölfarben oder Spirituslackfarben zu erhalten, der kann die Holzteile entsprechend bemalen, dem Männlein also ein Turnerhemd, Kniehose, Strümpfe, Schuhe oder Turnergürtel anziehen. Die Pappe lässt sich von beiden Seiten mit weißem Papier bekleben und mit Wasserfarben bemalen.

 

 

Dann setzt man die Teile ähnlich wie die eines Hampelmannes mit Hilfe von Bindfaden oder dünnen Draht zusammen, wobei man darauf achten muss, dass die Gelenke leicht beweglich werden. Besondere Sorgfalt erfordern die Arme oder vielmehr die Hände.

 

Zunächst wird zwischen die Hände ein Holzscheibchen geleimt, das ein wenig kleiner als diese sein kann. Das Scheibchen muss etwas dicker gewählt werden als das Brettchen (oder die Pappe), woraus der Rumpf des Männlein besteht, damit der Rumpf zwischen den Armen Spielraum hat und sich nicht einklemmen kann. Nun bohre man quer durch die Hände zwei Löcher, wie sie die Abbildung 3 und 4 zeigen, und ziehe einen 75 -100 cm langen Bindfaden hindurch, dessen Enden zusammen geknüpft werden. Den Bindfaden fasst man dann mit beiden Händen, wie es die Abbildung 1 darstellt, und spannt ihn bald mehr, bald weniger straff. Dabei müssen die Fäden sich einmal kreuzen; denn beim Straffspannen entsteht in dem Bindfaden das Bestreben, die Kreuzung rückgängig zu machen, und das setzt gerade unser Männlein in Bewegung und lässt es ganz halsbrecherische und Turnkunststücke ausführen, die sehr unterhaltend und belustigen wirken.

 

2019-11-21 15:27:29
Bastelfrau (Barbara)