Direkt zum Inhalt
Gespeichert von Becky am 27 August 2019
Wir basteln einen Trickfilm

Ich habe mir überlegt, mit euch heute einmal am Computer etwas zu basteln. Wer einen eigenen Trickfilm erstellen möchte, kann am besten einen Stop-Motion Film produzieren. Das geht ganz einfach, du benötigst nur eine hochauflösende Kamera, zum Beispiel im Handy, und ein Videobearbeitungsprogramm. Bei meinem Betriebssystem ist ein kostenloser Video Editor vorinstalliert, die selbst erstellten Filme dürfen sogar kommerziell genutzt werden. Du kannst also mit deinem Film für dich selbst Werbung machen, oder ihn auf Youtube hochladen.

Wenn du einen Trickfilm basteln möchtest, überlege dir zuerst, mit welchen Materialien du arbeiten möchtest. Du kannst zum Beispiel für jedes Bild eine Zeichnung machen. Zeichnest du aber nicht in einem Animationsprogramm, kann es sehr lange dauern, bis du genügend Einzelbilder für deinen Trickfilm zusammen hast. Besonders viel Spaß macht es mit Knete, Lego, buntem Bastelmais oder deinen Lieblings-Naturmaterialien. Und so geht’s:

Als Erstes brauchst du eine Idee für deinen Trickfilm

Überlege dir eine kurze Geschichte, die gut ohne Text auskommt. Das ist gar nicht so leicht. Du kannst deinen Trickfilm später aber auch nachvertonen, wenn du deine Figuren sprechen lassen möchtest. Damit es später spannend wird, kannst du kurze Skizzen zu den einzelnen Szenen anfertigen. Fachleute nennen so etwas ein Storyboard.

Wenn du deine Figuren, die im Trickfilm vorkommen sollen, zusammen hast, kannst du aus Pappe oder Naturmaterialien einen ansprechenden Hintergrund für deine Szene basteln. Du kannst auch Bilder ausschneiden und auf Pappe kleben, oder mit Moos, Steinen und Zweigen eine Landschaft basteln. Wasser kannst du zum Beispiel mit blauer Plastikfolie darstellen, dafür eignet sich ein Stück ausgeschnittener Müllsack ideal. Zerknülle es ein wenig und lege es an all die Stellen im Bildhintergrund, an denen du einen Fluss zeigen möchtest. Du kannst auch Watte auf ein Stück blaue Folie aufkleben, und so einen blauen Himmel mit süßen Wölkchen simulieren.

Hast du dein Set fertig, die Figuren gebastelt und eine ungefähre Idee im Kopf, wohin das Ganze gehen soll, kannst du mit den einzelnen Fotos für deinen Stop-Motion Film beginnen. Wenn du mit Lego arbeitest, kannst du deine Geschichte samt Hintergrund Stück für Stück entstehen lassen. Hole dir am besten etwas Inspiration und suche auf Google nach Stop-Motion-Filmen.

Wie viele Fotos werden für einen flüssigen Stop Motion Trickfilm benötigt?

Kinofilme laufen mit einer Framerate von 30 fps, das steht für „frames per second“, also wie viele Bilder in einer Sekunde wiedergegeben werden. Ja, richtig - das wären eine ganze Menge Fotografien für einen 1-minütigen Trickfilm! So einen Aufwand brauchst du dir nicht machen, es reichen durchaus 12 bis 15 Fotos pro Sekunde. Achte bei den Einzelbildern darauf, dass sich an mehreren Stellen im Bild etwas bewegt. So wird dein Trickfilm später interessanter. Für die flüssige Armbewegung einer kleinen Figur benötigst du in etwa 10 Bilder, Arme und Beine bewegen sich meistens simultan. Je mehr Bilder du am Ende zur Verfügung hast, umso flüssiger wird dein Film!

Wenn du alles im Kasten hast, fügst du die Einzelbilder in ein Videobearbeitungsprogramm deiner Wahl ein. Du kannst einzelne Sequenzen schneller oder langsamer ablaufen lassen, witzige Soundeffekte hinzufügen oder Überblendeffekte, falls du deinen Trickfilm an mehreren Orten spielen lässt. Es gibt viele kostenlose Musikstücke, mit denen du deinem Trickfilm eine dezente, spannende oder verträumte Hintergrundmusik hinzufügen kannst. Wenn du deinen Film im Internet hochladen möchtest, achte unbedingt darauf, dass du ausschließlich selbst produziertes Material verwendest oder nach lizenzfreien Bildern und Tönen suchst.

Den Trickfilm zu Hause mit Freunden anschauen

Wenn dein Trickfilm dir gefällt, kannst du am besten eine .flv oder .swf Datei für eine Veröffentlichung auf einem Videoportal erzeugen. Um deinen Trickfilm zu Hause deiner Familie und deinen Freunden zu präsentieren, gibst du ihn am besten in hoher Auflösung im .mpeg Videoformat aus. Die Datei kann sehr groß werden, dafür kannst du deinen Trickfilm dann aber in Leinwandgröße anschauen. Perfekt für Beamer-Fans: Alternative zur Raufasertapete vorgestellt von Gelbe Seiten. Möchtest du deinen Trickfilm nicht auf einem Beamer, sondern auf deinem Fernseher oder Computermonitor angucken, reicht eine HD-Auflösung. Du wirst alles gestochen scharf sehen, wenn du gutes Bildmaterial für die Filmproduktion verwendet hast. Je größer dein Ausgabemedium, umso höher sollte aber die Auflösung deiner Videodatei sein.

Ein selbstgemachter Trickfilm ist ein tolles Geschenk, zum Beispiel für Oma zu Weihnachten, für deine Mama zum Muttertag oder für liebe Freunde einfach so, zwischendurch. Du kannst im Internet günstig einen kleinen USB-Stick bestellen, auf dem du deinen Trickfilm sehr gut verschenken kannst. Wenn du eine kleine Videodatei produzierst, passt dein selbstgedrehter Trickfilm vielleicht auch auf eine CD-ROM, du kannst mit einem DVD-Brenner Trickfilme auf DVD brennen, die eine Größe von bis zu 4 GB besitzen können. Einen Trickfilm zu basteln ist eine tolle Bastel- und Beschäftigungsidee für Groß und Klein, nicht nur an verregneten Herbsttagen oder an grauen Winterwochenenden. Viel Spaß beim Nachmachen und gute Unterhaltung mit deinem eigenen Trickfilm!

Bild von Erika Wittlieb auf Pixabay.de