Vision Board: So erreichst du deine Ziele

Wenn du deine Ziele erreichen und deine Wünsche erfüllen willst, kann dir ein eigenes Vision Board enorm dabei helfen! Wie du dein Vision Board erstellst und welche gestalterischen Möglichkeiten dabei hast, erfährst du in dieser Anleitung.

Was ist ein Vision Board?


Ein Vision Board ist eine visuelle Darstellung deiner Ziele. Es wird meist in Form einer Collage erstellt, bei der du Bilder, Fotos, Illustrationen, Sprüche, Wörter oder Zitate nutzt. Durch das betrachten des Vision Boards, werden einem immer wieder die eigenen Ziele direkt vor Augen geführt. Dadurch kann es einem leichter fallen, an ihnen zu arbeiten. Man wird nicht so leicht von anderen Dingen abgelenkt. Ein Vision Board hilft dadurch dabei, sich motivierter und produktiver den Dingen zu widmen, die man wirklich erreichen möchte.

Wenn man sich durch das Vision Board mit seinen eigenen Zielen und Wünschen auseinander setzt, wird man sich diesen auch noch mehr bewusst. Dabei merkt man vielleicht sogar, dass man ganz andere Ziele hatte als einem bewusst war oder dass bisherige Ziele gar nicht mehr relevant sind. Ein weiterer Vorteil von einem Vision Board ist außerdem, dass man täglich etwas Positives sieht, das einem positive Gefühle vermittelt. Damit das Vision Board aber wirklich motiviert und gute Laune macht, muss man einige Dinge bedenken.

Mit dem Vision Board Ziele und Wünsche erreichen

Schritt 1: Deine Ziele und Wünsche aufschreiben


Wenn du dir dein Vision Board zusammen stellen willst, musst du dich gleich am Anfang intensiv mit dir selbst beschäftigen. Denn nur wenn auch wirklich DEINE Ziele und Wünsche auf dem Vision Board stehen, bekommst du dadurch gute Laune und wirst positiv motiviert.

Deswegen ist es wichtig, dass du dich bei jedem Wunsch und jedem Ziel, dass du für dein Vision Board aussuchst, fragst, ob wirklich du das möchtest oder ob du das Gefühl hast, dass es von dir erwartet wird. Dazu kann zum Beispiel gehören, dass die Gesellschaft von dir erwartet, eine Familie zu gründen oder eine bestimmte Figur zu haben. Es kann aber auch sein, dass du denkst, dass du eine große Karriere willst, weil deine Eltern das von dir erwarten. Natürlich ist es nicht leicht, sich von dem äußeren Druck frei zu machen. Aber dein Vision Board kann dir dabei helfen, dir einmal bewusst zu werden, was du eigentlich möchtest.

Im ersten Schritt kannst du dir in einer Mind Map alle Wünsche und Ziele aufschreiben, die dir einfallen – egal wie unwahrscheinlich die Erfüllung der Ziele sind. Alles was du dir vorstellen kannst, solltest du aufschreiben. Später kannst du immer noch Ziele streichen und es muss sowieso nicht alles auf dein Vision Board.

Vision Board Bullet Journal

Deine Ziele positiv formulieren

Damit du dein Vision Board mit positiven Gefühlen verbindest, ist es wichtig, dass du keine negativen Formulierungen verwendest. Wenn du zum Beispiel mit dem Rauchen aufhören möchtest, wäre ein negative Formulierung beispielsweise „Nicht mehr rauchen“ und das passende Bild dazu vielleicht eine durchgestrichene Zigarette. Dieses Bild wirst du daher immer mit Verzicht und Verboten in Verbindung bringen. Stattdessen ist es hilfreich sich vor Augen zu führen, warum man mit dem Rauchen aufhört. So kann man zum Beispiel besser „gesünder Leben“ aufschreiben.

Mit diesem Fragen kommst du deinen Zielen näher

Wenn man seine Ziele und Wünsche ergründen möchte, kann man sich verschiedene Fragen stellen. Es ist aber auch hilfreich, in verschiedenen Kategorien zu denken. So kannst du dich zum Beispiel fragen, wie die Bereiche Beruf, Familie & Freundschaften, Liebe & Partnerschaft, Geld & Materielles, Freizeit & Hobbys und Fitness & Gesundheit in der Zukunft für dich aussehen sollen. Es kann dir auch helfen, dir zu überlegen, was du in welchen Zeiträumen erreicht haben möchtest. Wo siehst du dich zum Beispiel in 2, 10 oder 30 Jahren? Du kannst dir aber auch ein einige von diesen Beispielfragen stellen:

Zielcollage

  • Welche Fähigkeiten möchte ich gerne haben?
  • Welche Orte möchte ich gerne sehen?
  • Was waren meine Kindheitsträume?
  • Was möchte ich mir gerne kaufen?
  • Wie soll mein Familienleben aussehen?
  • Welche Hobbys möchte ich anfangen oder vertiefen?
  • Wenn du wüsstest, es kann auf keinen Fall schief gehen, was würdest du machen?
  • Was möchte ich gerne erleben?
  • Was möchte ich wissen?
  • Wie sieht eine ideale Woche für mich aus?
  • Was für ein Mensch möchte ich sein?
  • Was für ein Vater/Mutter, Sohn/Tochter, Schwester/Bruder, Freund/Freundin, Partner/Partnerin möchte ich sein?
  • Wie möchte ich mich selbst weiterentwickeln?
  • Was macht mir am meisten Spaß und was macht mir überhaupt kein Spaß?
  • Welche Projekte möchte ich beginnen, beenden, verwerfen?
  • Was muss ich tun, um meine Ziele zu erreichen?
  • Was sind die einzelnen Schritte zum Erreichen meiner Ziele?
  • Wenn ich jetzt sterben würde, was würde ich bereuen nicht gemacht/ getan/ erlebt zu haben?
  • Mit welchen Menschen möchte ich mehr Kontakt haben? Mit welchen weniger?
  • Welche Menschen geben mit ein positives Gefühl und welche ein negatives?
  • Was würde ich gerne über mich selbst denken und was möchte ich nicht mehr über mich denken?
  • Nach welchen Glaubensätzen möchte ich leben?
  • Was habe ich bisher erreicht?
  • Wofür bin ich dankbar?
  • Wie stelle ich mir ein glückliches und erfülltes Leben vor? Was fehlt mir vielleicht dazu?
  • Wie sollte sich meiner Meinung nach die Gesellschaft verändern und was kann ich selbst dafür tun?
  • Was möchte ich später mal meinen Enkelkindern oder anderen Menschen über mein Leben erzählen?
  • Was ist mir im Leben wichtig? Warum ist mir das wichtig? Was würde passieren, wenn es mir nicht mehr wichtig wäre?
  • Was für Menschen möchte ich kennenlernen?
  • Welche kreativen Fähigkeiten möchte ich lernen?
  • Was macht mir an meiner Arbeit Spaß, was nicht?
  • Was belastet mich gerade am meisten?
  • Welcher Art von körperlicher Bewegung macht mir Spaß?
  • Was ist meine größte Sehnsucht?
  • Was möchte ich aus meinem Leben streichen und wie möchte ich es ersetzen?

Schritt 2: Bilder heraussuchen und ordnen


Bevor du dir Bilder heraussuchst, musst du erst wissen, ob du dir ein analoges oder ein digitales Vision Board erstellen möchtest. Der Nachteil bei einem analogen Vision Board ist, dass es gut sichtbar in deinen vier Wänden hängt und auch von anderen gesehen werden kann. Dieses Problem hast du zwar bei einem digitalen Vision Board nicht, dafür musst du dich hier immer wieder selber daran erinnern, es anzuschauen. Es sei denn, du hast dein Vision Board als Bildschirmschoner oder Hintergrundbild von deinem PC oder Handy. Aber auch hier können es wieder andere Menschen sehen.

Wenn du dich für ein analoges Vision Board entschieden hast, kannst du dir nicht nur Bilder online heraussuchen und digitale Fotos verwenden. Du kannst auch in Zeitungen, Zeitschriften, Werbeprospekten oder in deinen Fotoalben Abbildungen heraussuchen und ausschneiden. Wenn du viel materielle Dinge auf deinem Vision Board haben möchtest, eignen sich Werbeprospekte sehr gut. Du kannst dir diese im Internet heraussuchen und ausdrucken. Wenn du dir in Zukunft viele Elektronikartikel kaufen möchtest, macht es zum Beispiel Sinn, dir den Media Markt Prospekt auszudrucken. Das Gute bei Werbeprospekten ist zum Beispiel auch, dass in Werbung oft Emotionen und Bedürfnisse abgesprochen werden. Daher findest du hier prägnante Bilder und Schriften, in denen sich vermutlich auch ein paar deiner Wünsche wieder finden.

Eine weitere gute Quelle sind Zeitschriften, egal ob es sich um deine Hobby-Zeitschrift, eine Fernsehzeitschrift oder eine Frauenzeitschrift handelt. Du kannst die Bilder auch noch durch Fotos und Illustrationen ergänzen, die du im Internet findest. Diese kannst du auch in Fotobearbeitungsprogrammen miteinander verbinden oder besonders rahmen.


Wenn du deine Bilder zusammen hast, geht es ans Ordnen. Ich habe meine Bilder und Texte zum einen nach Zeiträumen und zum anderen grob thematisch geordnet. Das ist aber – wie alles an deinem Vision Board – ganz dir überlassen! Du kannst aus deinen Bildern auch mehrere Visionen Boards erstellen, die du thematisch ordnest.

Ziele und Wünsche ordnen

Wenn du dein Vision Board dagegen digital herstellst, kannst du verschiedene Apps dafür benutzen. Du kannst dir zum Beispiel ein Pinterest-Board extra dafür anlegen. Dies kannst du auf geheim stellen, so dass es niemand außer dir sieht. Hier kannst du auch sehr leicht dein Vision Board aktualisieren und immer wieder mit neuen Ideen ergänzen. Zum Herstellen von Collagen kannst du aber auch Bildbearbeitungsprogramme verwenden. Ich persönlich habe für manche Bildercollagen Canva benutzt.
Wenn du sowohl ein digitales als auch ein analoges Vision Board haben willst, kannst du dir das digitale (wenn du es beispielsweise komplett mit Canva erstellt hast) ausdrucken oder dein analoges einfach abfotografieren.

Schritt 3: Vision Board erstellen

Deine Bilder kannst du sowohl ganz klassisch auf ein Blatt Papier kleben, als auch etwas kreativere Ideen umsetzen. Du kannst sie zum Beispiel mit Klammern an einem Gitternetz befestigen oder auf ein Stück Holz nageln. Deiner Kreativität sind hier keinerlei Grenzen gesetzt. Je schöner dein Board wird, desto lieber siehst du es an und desto besser wirkt es.
Wichtig ist aber auch, dass du es dort aufhängst, wo du es gut und immer wieder sehen kannst. Deswegen habe ich mein Board so aufgehängt, dass ich es direkt von meinem Bett aus sehen kann. Dabei erhoffe ich mir, dass es mir genug positive Motivation gibt, dass ich gut gelaunt aus meinem Bett aufspringe und produktiv bin. Du kannst das Vision Board aber auch so aufhängen, dass du es siehst, wenn du das Haus verlässt oder in deinen Kleiderschrank, dann kannst nur du es sehen.

Vision Board erstellen

Tipps und Tricks für dein Vision Board

  • Du kannst dein Vision Board auch mit deinen Glaubenssätzen kombinieren. Dies ist besonders dann hilfreich, wenn du dabei bist, deine negativen Selbstgedanken in positive umzuwandeln. Dabei kann dir übrigens auch das Buch „Das Kind in dir muss Heimat finden“ von Stephanie Stahl helfen.
  • Wenn du deine Glaubenssätze einbinden möchtest, kannst du sie entweder selbst auf hübsches Papier schreiben oder einfach ausdrucken. Damit die Sätze dann trotzdem schön aussehen und sich vom Rest etwas abgrenzen, habe ich sie auf ein Stück Kraftpapier geklebt und mit einem dünnen Rand ausgeschnitten.
  • Du kannst auch aus einer ganz normalen Pinnwand ein Vision Board machen. Das hat den Vorteil, dass du es immer wieder leicht aktualisieren kannst. Gerade für 1-Monats-Ziele ist dies ideal.
  • Wenn du gerne Neujahrsvorsätze fasst, aber sie nicht so gerne umsetzt, dann kann dir auch dabei ein Vision Board helfen.
  • Vision Boards kannst du auch auf verschiedene Bereiche begrenzen. Du kannst zum Beispiel ein Vision Board extra für den Bereich Beruf anfertigen.
  • Du kannst übrigens nicht nur deine Ziele und Wünsche visualisieren sondern auch die Dinge, die du schon hast und für die du dankbar bist. So wird der positive Effekt deines Vision Boards noch verstärkt.
  • Dein Vision Board kannst du hin und wieder aktualisieren. In meinem Fall wäre dies zum Beispiel nach einem beziehungsweise zehn Jahren der Fall. Mein Ein-Monats Vision Board habe ich extra allgemeiner gehalten, damit ich es nicht wirklich nach einem Monat komplett aktualisieren muss. Stattdessen habe ich hier Dinge visualisiert, mit deren Umsetzung ich direkt starten kann. Dazu gehören zum Beispiel Hobbys und die wichtigsten Glaubenssätze. Das Ziel ist es in dem Fall, mich am Ende des Monats mit jedem dieser Bereiche beschäftigt zu haben. Trotzdem wird auch dieses Vision Board hin und wieder aktualisiert werden müssen.
2021-06-10 23:27:52
Bastelfrau (Becky)