14. Juli 2024

Markise als Alternative zu Terrassenüberdachungen: Vor- und Nachteile

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Zu den größten Vorteilen eines Eigenheims gehören ein Garten und eine Terrasse. Um die Terrasse das ganze Jahr über nutzen zu können, ist eine gute Terrassenüberdachung hilfreich. So ist man vor Sonne, Wind und Regen geschützt und kann so viel Zeit im Freien verbringen, wie man möchte. Es gibt verschiedene Arten von Terrassenüberdachungen, die alle ihre Vorzüge und Schwächen haben. Welche Vor- und Nachteile Markisen haben, stelle ich dir in diesem Artikel vor.

Seit ich denken kann, haben wir eine Art Pergola in unserem Garten. Damit es im Sommer auf der Terrasse nicht zu sonnig wird, behelfen wir uns mit einem Mix aus Sonnenschirmen und Sonnensegel. Inzwischen wünscht sich mein Vater aber eine Überdachung, die nicht so sperrig ist. Deshalb denken wir darüber nach, uns eine Markise für die Terrasse zu kaufen. Inzwischen kommt aber auch eine feste Terrassenüberdachung in Frage. Wir würden gerne eine Solaranlage mieten, aber dafür reicht unsere Dachfläche nicht aus. Deshalb habe ich mich über die verschiedenen Terrassenüberdachungen informiert. Folgendes habe ich dabei über Markisen herausgefunden:

Braucht man für eine Markise eine Baugenehmigung?

Bevor ich auf die Vor- und Nachteile einer Markise eingehe, halte ich es für wichtig, die rechtliche Situation zu betrachten. In den meisten Fällen braucht man für eine Markise keine Baugenehmigung. Auch eine Absprache mit den Nachbarn ist in den meisten Fällen nicht notwendig. Das gilt aber nur, wenn die Markise nicht in den Garten des Nachbarn hineinragt. Auch wenn man eine Pergolamarkise bauen möchte, braucht man häufig eine Baugenehmigung. Um genügend Stabilität zu gewährleisten, werden die Pfosten der Pergola mit Beton im Boden befestigt. Am besten erkundigt man sich vorher bei der zuständigen Behörde, damit keine zusätzlichen Kosten anfallen oder die Überdachung wieder abgebaut werden muss.

Auch wenn man zur Miete wohnt, darf man häufig eine Markise anbringen. Allerdings sollte man dabei ein paar Dinge beachten. Da es sich beim Anbringen einer Markise um eine geringfügige bauliche Veränderung handelt, sollte man den Vermieter informieren und seine Zustimmung einholen. Es kann auch sein, dass es bestimmte Farb- oder Materialvorgaben gibt, damit das Haus ein einheitliches Gesamtbild behält. Wichtig ist auch eine fachgerechte Montage der Markise. Sonst kann es zu Schäden an der Fassade kommen. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man die Montage einem Fachmann überlassen. Sonst kann es passieren, dass man für eventuelle Schäden haftbar gemacht wird. Beim Auszug sollte man mit dem Vermieter oder/und dem Nachmieter klären, ob die Markise bleiben darf. Ansonsten muss man sie abbauen und Bohrlöcher und Ähnliches reparieren. Meist bedeutet das auch, dass neu verputzt und gestrichen werden muss. Für Mieter kann aber auch eine Klemmmarkise geeignet sein, die ohne Beschädigung der Fassade montiert und demontiert werden kann.

Vorteile von Markisen

Markisen bieten Hauseigentümern und Mietern eine Reihe von Vorteilen. Der größte und offensichtlichste Vorteil ist der Schutz vor zu viel Sonne. Möchte man dennoch Sonne tanken, kann man sie einfach einfahren. Außerdem kann man die Sonneneinstrahlung regulieren, indem man die Markise nicht ganz ausfährt. So hat man sowohl Sonne als auch Schatten auf der Terrasse. Perfekt für eine Gruppe mit unterschiedlichen Bedürfnissen. Aber nicht nur die Terrasse, auch die angrenzenden Räume können mit einer Markise vor der Sonne geschützt werden. Die Terrasse heizt sich nicht so schnell auf und die Räume bleiben kühler.

Bei einer Markise mit UV-Schutz werden auch die Terrassenmöbel vor dem Ausbleichen geschützt. Auch bei leichten Regenschauern bietet sie einen gewissen Schutz für Möbel und Personen. Damit der Regen ablaufen kann, sollte die Markise einen Neigungswinkel von mindestens 14 Grad haben. Neben dem Sonnenschutz bietet eine Markise auch einen Sichtschutz.

Markisen sind preiswerter als eine feste Terrassenüberdachung. Die Preise variieren jedoch je nach Markisenart. Am günstigsten ist eine einfache Gelenkarmmarkise. Kassettenmarkisen und vor allem Pergolamarkisen sind dagegen teurer und mit mehr Montageaufwand verbunden.

Gegenüber einer festen Terrassenüberdachung hat die Markise den Vorteil, dass sie leichter montiert, ausgetauscht und verändert werden kann. Darüber hinaus sind sie in der Regel genehmigungsfrei und benötigen im eingefahrenen Zustand nur wenig Platz.

Ist die Markise mit einem Elektromotor ausgestattet, kann sie per Knopfdruck ein- und ausgefahren werden. So lässt sich die Sonneneinstrahlung schnell und ohne Kraftaufwand regulieren. Zusätzlich kann die Markise mit einem Regen-, Sonnen- und Windwächter ausgestattet werden. Dann fährt sie automatisch aus, wenn die Sonne scheint, und ein, wenn es zu stark regnet oder zu windig ist. Das ist nicht nur komfortabel sondern verlängert auch ihre Lebensdauer.

Nachteile von Markisen

Obwohl Markisen viele Vorteile bieten, gibt es auch ein paar Nachteile, die berücksichtigt werden müssen. Dazu gehört, dass sie als Regenschutz nur bedingt geeignet sind. Bei starkem oder anhaltendem Regen kann sich Wasser sammeln. Dies führt dazu, dass der Markisenstoff durchhängt und sich unschöne, bleibende Beulen bilden. Dies kann vor allem bei einem geringen Neigungswinkel passieren. Wie wasserdicht eine Markise ist, hängt auch vom Tuch ab. Aber nicht nur Regen, sondern auch mittlerer bis starker Wind kann ihr schaden. Außerdem flattert sie bei leichtem Wind schnell. Das kann störend sein. Deshalb ist es besser, Markisen bei Wind einzufahren.

Ein weiterer Nachteil von Markisen ist, dass sie nicht so lange halten wie feste Überdachungen. Der Markisenstoff kann reißen und ausbleichen. Wenn die Markise sehr lange in feuchtem Zustand eingerollt ist, können sich auch Stockflecken, Pilze oder Flechten bilden. Deshalb sollte man die Markise nach einem Regenschauer in der Sonne trocknen lassen. Auch wenn eine Gelenkarmmarkise eingerollt ist, ist sie der Witterung ausgesetzt und kann feucht werden. Kassetten- und Halbkassettenmarkisen haben deshalb einen zusätzlichen Schutz. Ist das Markisentuch beschädigt, kann man es allerdings austauschen.

Fazit

Markisen bieten eine hervorragende Möglichkeit, den Komfort zu erhöhen und die Nutzungszeit der Terrasse zu verlängern. Es ist wichtig, die Bedürfnisse der Haushaltsmitglieder und die Wetterbedingungen zu berücksichtigen. Obwohl Markisen nicht so gut für Regenwetter und Wind geeignet sind und sich Stockflecken und Pilze bilden können, bieten sie auch viele Vorteile, wie Schutz vor Sonne und leichtem Regen, verbesserte Klimatisierung der Nebenräume, Sichtschutz und Flexibilität. Bevor man sich jedoch für die Anbringung von Markisen entscheidet, sollte man sich über die örtlichen Bauvorschriften informieren, um sicherzustellen, dass alle erforderlichen Genehmigungen vorliegen.

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2023-06-12 16:41:53
Bastelfrau (Becky)