13. April 2024

Winterakonit – Winterling

Winterakonit - Winterling

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Winterlinge, auch bekannt als Winterakonit, sind faszinierende und pflegeleichte Pflanzen, die deinem Garten im frühen Frühling einen Hauch von Farbe verleihen. Der Winterling mit seinen leuchtenden gelben Blüten und dem charmanten Wuchs ist eine Bereicherung für jeden Garten.

Steckbrief

Winterlinge gehören zur Familie der Hahnenfußgewächse und sind Knollengewächse, die zwischen 5 cm und 15 cm hoch werden. Sie haben flachwachsende Ausläufer und ihre Blüten sind gelb. Die Blütezeit der Winterlinge erstreckt sich von Februar bis März. Sie haben grüne, fächerförmige Blätter und bevorzugen einen sonnigen bis halbschattigen Standort. Winterlinge gedeihen am besten in sandigem bis lehmigem Boden, der frisch bis mäßig feucht ist. Sie sind winterhart und eignen sich daher gut für die Pflanzung in Rasenflächen, als Unterpflanzung oder für die Verwilderung.

Herkunft

Winterlinge sind heimisch in Südeuropa und kommen vor allem in feuchten Laubwäldern, Gebüschen und Weinbergen vor. Sie wurden seit dem 16. Jahrhundert in Gärten kultiviert und erfreuten sich aufgrund ihrer Genügsamkeit großer Beliebtheit. Der Winterling wurde erstmals 1588 in Nürnberg von Joachim Camerarius dem Jüngeren kultiviert. Heute werden sie immer noch gerne in lichten Wäldern und Parks verwildert, um große Blütenteppiche zu bilden.

Wuchs

Winterlinge sind im Vergleich zu anderen Frühjahrsblühern wie Narzissen oder Tulpen sehr anspruchslos. Sie gedeihen bereits bei Bodentemperaturen knapp über dem Gefrierpunkt. Die Pflanzen bilden dunkelbraune, unregelmäßig geformte Wurzelknollen, aus denen 5 bis 15 Zentimeter hohe Stiele wachsen. Die Stiele verfärben sich von blassgelb nach grün und enden in einer schalenförmigen, leuchtend gelben Blüte, die von einer glänzend grünen Hochblatthülle umgeben ist.

Blätter

Die Blätter des Winterlings befinden sich direkt unterhalb der Blüten und sind palmartig geteilt. Sie hängen leicht herab und sehen aus wie eine Spiegelung der nach oben geöffneten gelben Blüten.

Blüten

Die gelben Blüten des Winterlings sind etwa 2,5 Zentimeter groß und setzen im Februar und März leuchtende Farbakzente im Garten. Jede Blüte sitzt einzeln am oberen Ende des Stängels und stößt unbeirrt durch die dünne Schneedecke.

Standort und Boden

Winterlinge bevorzugen einen lockeren, humosen und mäßig nährstoffreichen Boden. Idealerweise sollten sie am Rand oder unter dem Kronendach laubabwerfender Bäume gepflanzt werden, die im Sommer für Schatten und Windschutz sorgen. Der Boden sollte tiefgründig, schwach sauer bis leicht alkalisch und mäßig feucht sein. Staunässe und ein zu trockener Standort sind für Winterlinge ungünstig. Sie können auch in sandig-humosem Erdreich wachsen, solange es nicht zu trocken ist.

Pflanzung und Pflege

Die beste Pflanzzeit für Winterlinge ist im September und Oktober. Die Knollen sollten etwa drei bis fünf Zentimeter tief mit einem Abstand von acht bis zehn Zentimeter gepflanzt werden. Es ist auch möglich, blühende Exemplare zu kaufen und diese im frostfreien Boden zu pflanzen. Winterlinge benötigen regelmäßig Humusversorgung, entweder durch Falllaub oder durch Zugabe von reifem Kompost. Es ist wichtig, den Kompost nur auf der Oberfläche zu verteilen und nicht einzuarbeiten, da die Knollen nur wenige Zentimeter tief in der Erde liegen. Wenn Winterlinge in Rasenflächen gepflanzt werden, sollte der Rasen erst Ende Mai gemäht werden, um die Pflanzen nicht zu schädigen.

Sorten

Neben der Wildart Eranthis hyemalis sind heute noch weitere Sorten im Handel erhältlich. Die Sorte ‚Grünling‘ hat auffällig grün gestreifte Blätter, während ‚Schwefelglanz‘ aprikotfarbene Knospen hat, die beim Aufblühen ins Hellgelbe wechseln. Es gibt auch gefüllte Sorten wie ‚Lady Lamortage‘ und ‚Noel Ayres‘, die zwischen gelben und grünen Farbtönen variieren. Die Sorte ‚Winterzauber‘ blüht oft schon im Dezember und öffnet ihren gelben Flor vor der eigentlichen Blütezeit der Winterlinge.

Verwendung im Garten

Winterlinge eignen sich hervorragend, um Lücken in halbschattigen Beeten mit anderen Frühblühern wie Schneeglöckchen, Narzissen, Krokussen, Leberblümchen und Blausternen zu füllen. Sie bilden einen schönen Kontrast zu Gehölzen mit einer dekorativen Rinde wie dem Zimt-Ahorn, der Mahagoni-Kirsche oder der Himalaja-Birke. Am schönsten sehen Winterlinge jedoch aus, wenn sie im Garten verwildert sind und größere Flächen bedecken. So verwandelt sich der Garten im Februar in einen leuchtenden Blütenteppich.

Winterlinge vermehren

Winterlinge vermehren sich selbst, indem sie Samen bilden, die sich an ihrem Standort aussähen. Es ist jedoch wichtig, beim Kauf auf die genaue botanische Bezeichnung der Sorten zu achten, da viele Züchtungen steril sind und sich nicht vermehren. Die Samen des Winterlings können im Frühjahr geerntet und an neuen Stellen ausgesät werden, um die Vermehrung zu beschleunigen. Eine andere Methode der Vermehrung besteht darin, bereits bestehende Winterlinge zu teilen und sie an anderen Stellen im Garten einzupflanzen.

Krankheiten und Schädlinge

Winterlinge sind robuste Pflanzen und wenig anfällig für Krankheiten. Einzig Rostpilze können ihnen jedoch schaden.

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Winterakonit - Winterling
2023-07-20 13:57:00
Bastelfrau (Barbara)