Ein gebrauchter Teebeutel sieht nach dem Trocknen oft unscheinbar aus. Das dünne Papier ist knittrig, stellenweise durchscheinend und je nach Teesorte unregelmäßig gefärbt. Gerade diese Spuren machen es aber für kleine Shabby-Chic-Arbeiten interessant. Für Umschläge aus Teebeuteln brauchst du deshalb keine aufwendigen Alterungstechniken. Das Papier bringt seinen besonderen Look bereits mit.
Inhalt
Teebeutelpapier mit ganz eigenem Charakter
Die kleinen Taschen erinnern an alte Dokumentenumschläge. Besonders schön finde ich den Verschluss mit zwei runden Papierscheiben und einem Faden, der darum gewickelt wird. Zusammen mit einer Zickzacknaht entsteht ein Umschlag, der nicht perfekt aussehen muss. Jede Falte und jeder dunkle Fleck machen ihn zum Einzelstück.
Wichtig ist, dass die Teebeutel vollständig geleert, gesäubert und getrocknet sind. Feuchtes Papier reißt leicht und lässt sich schlecht verkleben. Unterschiedliche Teesorten sorgen für verschiedene Brauntöne. Helle Beutel lassen sich mit Zahlen, Schriftzügen oder Poststempeln verzieren. Wie du den Teebeutel am besten vorbereitest, erfährst du in unserem Artikel Teebeutel fürs Basteln vorbereiten.
Kleine Umschläge für Erinnerungen und Papierarbeiten
Solche Umschläge aus Teebeuteln sind keine Briefumschläge für die Post. Dafür sind sie zu klein und empfindlich. Dafür passen sie wunderbar in Junk Journals, auf Scrapbook-Seiten oder in selbst gestaltete Bücher. Darin finden kleine Notizen, Papieranhänger, gepresste Blüten oder Erinnerungen ihren Platz.
Besonders schön finde ich die Idee, die kleinen Umschläge aus Teebeuteln mit Zetteln zu füllen, auf denen liebe Sprüche, aufmunternde Worte oder kleine Botschaften stehen. So entstehen winzige Mutmacher, persönliche Glücksbringer oder kleine Aufmerksamkeiten für liebe Menschen. Auch für einen Adventskalender mit guten Gedanken oder als Überraschung in einem Geschenk eignen sich die Shabby-Chic-Täschchen wunderbar.
Für den Umschlag wird das Teebeutelpapier längs gefaltet und bei Bedarf verklebt, damit es stabiler wird. Der untere Teil bildet später die Tasche; oben bleibt eine Klappe stehen. Die Seiten lassen sich mit einem schmalen Streifen doppelseitigem Klebeband verschließen. Wer mag, ergänzt an den Rändern eine echte Zickzacknaht. Ohne Nähmaschine funktioniert auch ein aufgestempeltes Nahtmuster.
Der kleine Fadenverschluss ist das Detail, das aus der einfachen Papierhülle einen Mini-Dokumentenumschlag macht. Die runden Scheiben können aus Resten von Teebeutelpapier entstehen. Beim Anbringen der Verschlüsse kommt es auf die Reihenfolge an, damit die Tasche offen bleibt.
Im Mitgliederbereich zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du die kleinen Shabby-Chic-Umschläge aus Teebeuteln mit Zickzackrand und Fadenverschluss selbst herstellst.
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Fazit
Teebeutelpapier macht jeden Umschlag durch seine Flecken und Falten zum Einzelstück. Mit Zickzackrand und Fadenverschluss passt er besonders schön in Vintage-Journals.
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.
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