Windlichter aus Onion Skin Paper leben von dem besonders dünnen, leicht transparenten Papier. Mit gepressten Herbstblättern, Gräsern und LED-Lichtern entstehen daraus zarte Lichtobjekte, die sich immer wieder anders gestalten lassen.
Onion Skin Paper ist so dünn und leicht, dass Licht fast wie durch eine zweite Haut hindurchscheint. Genau das macht das Papier für kleine Windlichter besonders interessant. Statt eine fertige Laterne zu dekorieren, entsteht die Wirkung vor allem durch das Material selbst: Das Papier wird um ein Glas gelegt und mit gepressten Blättern, Gräsern oder feinen Papierresten gestaltet. Mit einem LED-Teelicht im Inneren leuchten die Motive sanft durch die Oberfläche.
Inhalt
Warum Onion Skin Paper für Windlichter so schön ist
Onion Skin Paper wirkt zunächst eher unscheinbar. Erst wenn Licht dahinterliegt, zeigt es seine Stärke. Die feine, leicht durchscheinende Struktur lässt Farben weicher erscheinen und macht selbst kleine Pflanzenreste sichtbar. Besonders schön sind gepresste Herbstblätter, zarte Gräser, Samenkapseln oder Stücke aus farbigem Transparentpapier.
Das Papier darf dabei ruhig ein wenig knittern. Gerade diese unregelmäßige Oberfläche sorgt dafür, dass das Licht nicht völlig gleichmäßig durchscheint und Windlichter aus Onion Skin Paper lebendiger wirkt. Wer es schlichter mag, verwendet nur ein oder zwei Blätter. Für eine verspieltere Variante können mehrere kleine Motive über die Fläche verteilt werden.
Da das Papier sehr dünn ist, braucht es eine stabile Form darunter. Ein Glas eignet sich dafür besonders gut für Windlichter aus Onion Skin Paper. Echte Kerzen gehören bei dieser Variante nicht ins Windlicht; verwendet werden LED-Teelichter oder kleine LED-Lichter.
Was ist Onion Skin Paper überhaupt?
Ich habe den Begriff zum ersten Mal in einem Video gehört, in dem es um Mixed Media Arbeiten ging. Dort wurde – in einem deutschspachigen Video – direkt gesagt, dass es in Deutschland nicht einfach zu bekommen ist. Also habe ich gesucht… und gesucht… und gesucht. Dann habe ich mir verschiedene dünne Papiere bestellt, um zu sehen, wie dich sich anfühlen, wie sie sich verarbeiten lassen und was man damit alles machen kann. Direkt auf der ersten Packung Papier, die ich bekam, stand „Onion Skin Paper“ drauf. Ich habe sie euch hier verlinkt. Im Text kam die Bezeichnung allerdings nicht vor.
Um es kurz zu sagen: Bei Onion Skin handelt es sich um Durchschlagpapier – und zwar das Papier, dass man früher für Kopien beim Schreiben mit der Schreibmaschine verwendet hat. Dafür machte man praktisch ein „Sandwich“. Oben war das Papier, das beschrieben wurde, dann kam Kohlepapier und darunter das dünne Durchschlagpapier. Da das Papier so dünn war, sparte man beim Aufheben der Kopien einfach eine Menge Platz.
Onion Skin Paper ist also ein besonders dünnes, leicht transparentes Papier, das an die feinen Häutchen einer Zwiebel erinnert. Für dieses Windlicht verwende ich weißes Durchschlagpapier mit einer Grammatur von 30 g/m². Es lässt das Licht einer LED-Kerze sanft durchscheinen und bringt die aufgeklebten bunten Papiermotive schön zur Geltung.
Wichtig: Im Handel wird der Begriff Durchschlagpapier auch für andere Papierarten verwendet. Für Windlichter aus Onion Skin Paper ist weißes, dünnes Papier gemeint, kein beschichtetes Kohlepapier.
Herbstliche Windlichter immer wieder anders gestalten
Für die Herbstversion der Windlichter aus Onion Skin Paper passen warme Naturtöne gut. Getrocknete Blätter in Gelb, Rot und Braun wirken hinter dem Papier fast wie kleine Schattenbilder. Dazwischen können Gräser, feine Zweige oder winzige Blüten gesetzt werden. Auch gerissene Stücke aus Transparent- oder Seidenpapier bringen Farbe ins Motiv.
Das Grundprinzip der Windlichter aus Onion Skin Paper lässt sich auf andere Jahreszeiten übertragen. Im Frühling bieten sich gepresste Blüten an, im Sommer Gräser und helle Farben, im Winter Sterne oder goldene Papierelemente. So wird aus einer einfachen Technik eine ganze Reihe unterschiedlicher Lichtobjekte.
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Fazit
Windlichter aus Onion Skin Paper sind eigentlich sehr einfach aufgebaut – ihre Wirkung entsteht durch das Zusammenspiel von dünnem Papier, Licht und wenigen ausgesuchten Motiven. Gerade gepresste Blätter und Gräser kommen durch die transparente Oberfläche besonders schön zur Geltung. Gleichzeitig lässt sich die Grundidee problemlos an andere Jahreszeiten und vorhandene Papierreste anpassen.
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.
Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.
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