Das Flicken in Flanell
Bei dicken und weichen Stoffen, die nicht fransen, wie zum Beispiel bei Flanell, sollte man darauf achten, dass die Nähte nicht zu sehr auftragen. Die …
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In meiner Jugend – und auch schon lange davor – lernte fast jedes Mädchen in der Schule, wie man näht, Socken stopft, Löcher flickt und Knöpfe annäht. Heute scheinen diese Handarbeitstechniken beinahe vergessen zu sein. Zumindest bei uns in NRW spielt Handarbeiten im Schulunterricht längst nicht mehr die Rolle wie früher.
Dabei ging man mit Kleidung einmal ganz anders um. Es gab Sonntagskleidung, die nur zu besonderen Gelegenheiten getragen wurde, und Alltagskleidung, die auch mal schmutzig werden durfte. Ging etwas kaputt, wurde es nicht gleich weggeworfen, sondern zuerst einmal repariert.
Irgendwann geriet das Flicken aus der Mode. Kleidung wurde immer günstiger, und statt ein Loch zu stopfen oder einen Riss zu nähen, kaufte man lieber etwas Neues.
Inzwischen entdecken immer mehr Menschen die alten Techniken wieder. Dabei geht es nicht nur darum, Geld zu sparen oder Ressourcen zu schonen. Auch die Freude am Selbermachen spielt eine Rolle.
In dieser Kategorie findest du deshalb sowohl ganz alte Flick- und Stopfanleitungen als auch moderne Reparaturtechniken. Die historischen Anleitungen zeigen, wie man früher Löcher möglichst unsichtbar ausbesserte. Denn damals galt: Eine gute Flickstelle sollte am besten überhaupt nicht auffallen.
Beim Visible Mending ist das genau umgekehrt. Hier dürfen Reparaturen ausdrücklich sichtbar sein. Bunte Stickereien, dekorative Stoffflicken, Sashiko-Muster oder kleine gewebte Flächen mit dem Speedweve machen aus einer beschädigten Jeans oder einem alten Pullover ein ganz individuelles Kleidungsstück.
Ein Loch muss also nicht mehr möglichst unauffällig verschwinden. Es kann sogar zum Ausgangspunkt für eine kreative Gestaltung werden.
Ob du lieber klassisch stopfst, einen Flicken unsichtbar aufnähst oder mit bunten Garnen und Stoffresten experimentierst, bleibt dir überlassen. Wichtig ist nur, dass das Kleidungsstück anschließend wieder getragen werden kann.
Das Flicken und Stopfen hat nämlich gleich mehrere Vorteile: Du verlängerst die Lebensdauer deiner Kleidung, sparst möglicherweise Geld und schonst Ressourcen. Gleichzeitig kannst du Techniken lernen, die früher ganz selbstverständlich zum Alltag gehörten.
Mein Tipp: Warte mit dem Reparieren nicht, bis aus einer kleinen Schadstelle ein großes Loch geworden ist. Kleine Schäden lassen sich meist wesentlich einfacher ausbessern. Und wenn die Reparatur doch einmal größer ausfällt, machst du mit Visible Mending einfach etwas Schönes daraus.
Bei dicken und weichen Stoffen, die nicht fransen, wie zum Beispiel bei Flanell, sollte man darauf achten, dass die Nähte nicht zu sehr auftragen. Die …
Früher wurden Kleidungsstücke geflickt, später hatte man genug Geld um sich einfach etwas Neues zu kaufen. In der heutigen Zeit ist das Flicken wieder „modern“ …