5. Oktober 2026

Maritimen Spiegel selber machen aus Pappe und Servietten

Mit Muscheln, Seesternen, blauem Farbverlauf und einem Rand aus Sand
Maritimen Spiegel selber machen aus Pappe und Servietten

Ein schlichter rechteckiger Spiegel sieht erst einmal nicht besonders spannend aus. Mit stabiler Verpackungspappe, einer Motivserviette und etwas Farbe kann man daraus aber schnell und einfach einen maritimen Spiegel basteln, bei der man dem Untergrund später kaum noch ansieht, dass er einmal eine Versandverpackung war. Besonders schön finde ich dabei die Kombination aus dem aquarellartigen Muschelmotiv, unterschiedlichen Blautönen und einem schmalen Rand aus Sand.

Der Rahmen für den maritimen Spiegel entsteht aus Verpackungspappe

Als Untergrund für den maritimen Spiegel eignet sich die feste Pappe aus den flachen Amazon-Buchverpackungen sehr gut. Sie ist wesentlich glatter als Wellpappe und lässt sich problemlos bemalen. Ist sie für den Spiegel zu dünn, klebe ich einfach zwei Lagen aufeinander und lasse sie unter einigen schweren Büchern trocknen.

Die Platte sollte auf allen Seiten einige Zentimeter größer als der Spiegel sein. Dadurch entsteht genügend Fläche für Farbe und Serviettenmotive.

Für den Hintergrund verwende ich nicht einfach nur blaue Farbe. Viel lebendiger wirkt die Fläche, wenn verschiedene Blau- und Türkistöne ineinander übergehen. Der Farbverlauf muss dabei überhaupt nicht perfekt sein. Ein etwas wolkiger Auftrag erinnert sogar stärker an Wasser.

Serviettenmotive, die sich wirklich ausschneiden lassen

Direkt ausgeschnittene Serviettenmotive wären für dieses Projekt ziemlich unpraktisch. Die dünne Serviettenschicht lässt sich kaum probeweise auf dem Rahmen hin- und herschieben, ohne dass sie knittert oder einreißt.

Deshalb kommt hier die Bügeltechnik ins Spiel. Die oberste bedruckte Lage der Serviette wird zuerst auf festes weißes Papier aufgebracht. Anschließend können Muscheln und Seesterne wie normale Papiermotive ausgeschnitten werden.

Das hat noch einen zweiten Vorteil: Die hellen Farben der Serviette bleiben auf dem weißen Untergrund erhalten und verschwinden nicht auf dem blauen Rahmen.

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Ein bisschen Strand darf auch dabei sein

Anstatt die äußere Kante einfach blau zu lassen, kann man sie zusätzlich mit feinem Dekosand bekleben. Dadurch bekommt der Spiegel einen schönen Abschluss und das Strandthema wird noch deutlicher.

Ich würde allerdings bei unserem maritimen Spiegel keinen breiten Sandstreifen daraus machen. Ein eher schmaler, unregelmäßiger Rand reicht völlig aus. Sonst konkurriert der Sand schnell mit den Muscheln und Seesternen um Aufmerksamkeit.

Auch die Serviettenmotive müssen nicht gleichmäßig verteilt werden. Interessanter sieht es aus, wenn einige Muscheln und Seesterne kleine Gruppen bilden und dazwischen größere blaue Flächen sichtbar bleiben.

Was dich im Mitgliederbereich erwartet

Im Mitgliederbereich zeige ich dir den kompletten Aufbau des maritimen Spiegels Schritt für Schritt. Dort erfährst du außerdem, wie ich den Farbverlauf anlege, den Sand befestige und die Serviettenmotive mit der Bügeltechnik vorbereite.

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Fazit

Aus Verpackungspappe, einem einfachen Spiegel und einer einzelnen Motivserviette entsteht eine maritime Deko, die wesentlich aufwendiger aussieht, als sie tatsächlich ist. Der blaue Farbverlauf verbindet die einzelnen Motive miteinander, während der Sandrand dem Spiegel noch etwas Struktur gibt. Und durch die Bügeltechnik lassen sich die empfindlichen Serviettenmotive endlich so verwenden, als wären es ganz normale Papierausschnitte.

Mehr zum Thema Serviettentechnik erfährst du auch in unserem Bastellexikon.

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Über die Autorin

Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.

Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.

2026-10-05 17:41:58

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