Beim Punzieren werden mit Metallstempeln Muster und Ornamente in Leder geprägt. Mit wenigen Werkzeugen und geeignetem Leder kannst du schon einfache Motive, Bordüren und Verzierungen gestalten.
Punzieren ist eine alte Handwerkstechnik, bei der Leder mit individuellen Mustern verziert wird. Mit speziellen Metallstempeln, den sogenannten Punzen, werden Linien, Ornamente und kleine Motive dauerhaft in die Oberfläche geprägt.
Auch wenn sich das zunächst nach einer aufwendigen Technik anhört, kann man mit einer überschaubaren Grundausstattung anfangen. In der Zeit, in der ich auf einem Campingplatz Bastelaktionen veranstaltet habe, habe ich sogar – beziehungsweise eigentlich ausschließlich – mit Kindern punziert. Und wen es interessiert: Von dort habe ich den Namen „Bastelfrau“.
Für einfache Muster braucht man also weder eine komplette Lederwerkstatt noch jahrelange Erfahrung.
Inhalt
Welches Leder eignet sich zum Punzieren?
Am besten funktioniert pflanzlich gegerbtes Leder. Es nimmt Feuchtigkeit auf und lässt sich dadurch gut formen und prägen. Für erste Versuche reichen kleine Reststücke.
Leder aus alten Jacken oder Taschen ist dagegen nicht automatisch geeignet. Viele dieser Lederarten sind weich, dünn oder anders gegerbt und halten eine Prägung kaum dauerhaft. Trotzdem lohnt sich natürlich ein Versuch, bevor man Jacke oder Tasche wegwirft.
Das brauchst du
Für den Einstieg genügen pflanzlich gegerbtes Leder, einige Punzen, ein Holz-, Kunststoff- oder Rohhautschlegel, Wasser, ein Schwamm und eine feste Arbeitsunterlage.
So wird punziert
Das Leder wird zunächst leicht angefeuchtet. Es soll die Feuchtigkeit aufnehmen, aber nicht tropfnass sein.
Setze die Punze senkrecht auf die gewünschte Stelle und schlage mit dem Schlegel darauf. Bei Bordüren oder wiederkehrenden Mustern setzt du die Punze anschließend Stück für Stück weiter.
Am besten übst du zuerst auf einem Reststück.
Die richtige Unterlage
Beim Punzieren brauchst du eine sehr stabile Fläche. Häufig wird eine schwere Stein- oder Granitplatte verwendet. Darauf kommt eine geeignete Punzier- oder Gummimatte.
Direkt auf Stein oder Metall solltest du nicht schlagen. Ein sehr weicher Untergrund ist ebenfalls ungünstig, weil zu viel Schlagenergie verloren geht.
Was kann man aus punziertem Leder machen?
Zum Beispiel Anhänger, Armbänder, Schlüsselanhänger, Lesezeichen, Gürtel, kleine Taschen, Etiketten oder Verzierungen für Journals und Buchprojekte.
Was dich im Mitgliederbereich erwartet
Im Mitgliederbereich findest du zusätzliche Tipps für saubere Punzierabdrücke und zwei Vorlagen zum Übertragen auf Leder: eine mit floralen Motiven und eine mit Bordüren und Celestial-Elementen.
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Fazit
Beim Punzieren machen kleine Unterschiede viel aus. Ein Probestück, die richtige Feuchtigkeit und eine stabile Unterlage sind wichtiger als eine große Werkzeugsammlung. Mit etwas Übung werden die Abdrücke schnell gleichmäßiger und aus wenigen Grundformen entstehen immer neue Muster.
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.
Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.
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