Styroporbilder in Kinusaiga Technik verbinden eine einfache Arbeitsweise mit einer klaren, grafischen Wirkung. Stoffreste werden ohne Nähen in eingeschnittene Linien gedrückt und ergeben Motive, die wie gepatcht erscheinen. Besonders auf größeren Dämmplatten lassen sich Figuren, Porträts oder symbolische Darstellungen dauerhaft umsetzen.
Inhalt
Im Baumarkt sind günstige Dämmplatten in der Größe 120 x 50 cm erhältlich, die sich sehr gut für diese Technik eignen. Sie lassen sich mit dem Cutter problemlos auf das gewünschte Maß zuschneiden.
Für die hier gezeigten Arbeiten von November dienen Malvorlagen als Motivgrundlage. Wer die Technik noch nicht kennt, findet im Artikel Was ist Kinusaiga? Die Technik einfach erklärt eine Beschreibung dieser ursprünglich aus Japan stammenden Stoffkunst. Dabei werden Stoffstücke in eingeschnittene Rillen gedrückt, statt sie zu vernähen.
Für Styroporbilder in Kinusaiga Technik benötigst du
Dämmplatten in der Stärke 4 oder 5 cm
Stoffreste
Große Schere
Nagel- oder Hautschere
Lösungsmittelfreier Kleber (z. B. Styroporkleber oder lösungsmittelfreier Bastelkleber)
Cutter

Styroporbilder in Kinusaiga Technik: Lisa mit ihren Lieblingsschuhen
Styroporbilder in Kinusaiga Technik – Anleitung
Zuerst das gewünschte Motiv auf das Styropor zeichnen. Anschließend alle Linien mit dem Cutter vorsichtig einritzen. Die Schnitte sollten so tief sein, dass der Stoff später sicher darin gehalten wird.
Passenden Stoff auswählen, auf das jeweilige Feld legen und grob zuschneiden.
Mit dem umgedrehten, schmalen Cuttermesser wird der Stoff in die eingeschnittenen Linien gedrückt. Überstehende Reste knapp über dem Styropor mit der kleinen Schere abschneiden und die Kanten vollständig in die Ritzen schieben.
So wird Feld für Feld gearbeitet, bis das gesamte Motiv ausgefüllt ist.
Optional kann ein etwa 3 cm breiter Rand eingeritzt werden. Dadurch wirkt das Bild von Anfang an gerahmt. Dieser Rahmen sollte direkt zu Beginn eingeplant und eingeschnitten werden.
Der äußere Abschluss kann mit Wellkarton oder Pannesamt gestaltet werden. Nur hier wird das Material mit Kleber befestigt – und zwar unbedingt mit einem lösungsmittelfreien Kleber, da lösungsmittelhaltiger Kleber Styropor beschädigt. Der restliche Stoff wird ausschließlich gesteckt.
Beispiele für Styroporbilder in Kinusaiga Technik
November zeigt mit ihren Motiven, dass sich auch religiöse Darstellungen oder sehr persönliche Themen wirkungsvoll umsetzen lassen. Durch die Kombination verschiedener Stoffe entstehen lebendige Flächen und deutliche Konturen.

Für diese Arbeiten werden bewusst Stoffreste verwendet – ganz im Sinne des ursprünglichen Patchworkgedankens, bei dem vorhandenes Material neu kombiniert wird.

Ein weiteres Bild, das Patchworkmädchen, wurde von Astrid vor vielen Jahren an die Mailingliste Basteln geschickt.

Fazit
Styroporbilder in Kinusaiga Technik lassen sich mit einfachen Mitteln umsetzen und benötigen keine Näharbeit. Die eingeschnittenen Linien geben dem Motiv Struktur, während unterschiedliche Stoffe für Tiefe sorgen.
Dämmplatten bieten ausreichend Stabilität für größere Formate und lassen sich gut zuschneiden. Wer bereits Kugeln oder Figuren gestaltet hat, kann mit dieser Variante größere Motive ausprobieren – die Technik bleibt dieselbe, nur die Fläche wird größer.
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Hinweis: Einzelne Bilder in unseren Artikeln können mit Hilfe von KI erstellt worden sein.
Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.