Eine Weihnachtskarte in Encaustic wirkt immer besonders edel: Die warmen Farbverläufe, der feine Glanz des gewachsten Untergrunds und kleine metallische Details ergeben zusammen eine festliche und außergewöhnliche Optik. Besonders schön ist dabei die Möglichkeit, eigene Embellishments aus Metallfolie zu gestalten – kleine Sterne, die geprägt, ausgeschnitten und später auf die Karte gesetzt werden. So entsteht aus Wachs, Farbe und ein paar Restmaterialien eine persönliche Weihnachtskarte, die handgemacht und hochwertig zugleich wirkt.
Inhalt
Weihnachtskarte in Encaustic – warme Farbeffekte und kleine Metallsterne
Früher gab es die Basteltechnik Metall drücken, die vielen noch aus der Serviettentechnik bekannt ist. Dort wurden Servietten auf Metallfolie übertragen und konnten anschließend reliefartig ausgearbeitet werden. Genau dieser Gedanke lässt sich wunderbar mit einer Weihnachtskarte in Encaustic verbinden. Aus Resten von Prägemetallfolie lassen sich kleine Sterne herstellen, die später als Verzierung dienen.
Das Zusammenspiel aus glänzender Metalloptik und den lebendigen Wachsstrukturen der Encaustictechnik bringt eine besondere Tiefe in die Karte. Die Farben wirken warm und bewegt, die Folienakzente stabilisieren das Motiv und setzen klare Highlights. Besonders reizvoll ist auch, dass man kaum neues Material braucht: Viele Bestandteile entstehen aus Resten, die sonst leicht im Bastelschrank verschwinden würden.
Bevor der Bouillondraht gespannt wird, sollte das Encaustic-Bild leicht mit Nylon poliert werden. Dadurch bekommt die Oberfläche ihren charakteristischen Glanz – ein fast schon eleganter Effekt, der die Weihnachtskarte edel wirken lässt.
- Must-Have-Set: Dieses umfassende Bastelfolien-Set enthält 15 Aluminiumfolien in Gold oder Silber, zwei Drahtrollen, gold-schwarze Gravurwerkzeuge sowie kleine Folien für vielseitige Bastelprojekte mit diversen Designoptionen.
Das brauchst du:
Encaustic Maleisen
Encaustic Malkarten
Encaustic Malkreiden
Rest goldfarbener Bouillondraht
Rest Prägemetallfolie Gold
Goldfolie für Encaustic
Bleistift, Schwämmchen, Zeitungspapier (unbedrucktes ist vorteilhaft)
Und so wird’s gemacht:
Die Arbeitsfläche mit einer dicken Schicht Zeitungspapier belegen. Die Karte hochkant darauf legen und das Maleisen mit der Malfläche nach oben in die führende Hand nehmen.
Auf die rechte Seite der Maleisenfläche zur Mitte hin Blau auftragen, letzte Hälfte mit Grün belegen.
Das Maleisen umdrehen und von oben nach unten ohne Druck in leicht geschwungenen Bewegungen über die Karte fahren. Das Maleisen nicht absetzen, sondern weiter auf das Zeitungspapier „malen“ und das Eisen erst dann abheben. So werden Ränder vermieden.
Mit der Maleisenspitze von oben auf die Karte fahren und so die spitzen Formationen ausarbeiten.
Den Griff des Maleisens abnehmen und das Maleisen flach auf den Tisch (mit Hitzefläche nach oben) legen. Grün auftragen und mit dem Schwämmchen die Tannenzonen gestalten.
Nach dem das Wachs abgekühlt ist, Goldfolie auflegen und zügig geschwungene Striche und kreisförmig den Mond mit dem Bleistift übertragen.
Bouillondraht quer an der unteren Kartenkante spannen und nach Wunsch Prägemetall-Stern einziehen.
- Mit 15 Minuten Anleitung auf DVD
Weihnachtskarte in Encaustic mit Kerze
Bei der folgenden Karte wurde die Kerzenform mit der Maleisenkante gemalt. Für die Flamme wurde etwas Gelb und Rot an die oberen 2 cm der Maleisenspitze (Kante) aufgetragen und zügig von der Kerze zum oberen Kartenrand gezogen. Mit etwas Schwarz (ebenfalls an die Maleisenspitze) wurde ein kleiner Strich ins Flammeninnere aufgetragen.
Realisation der beiden Karten: Jeannette Knake
Karten gestalten und verkaufen
Eine Weihnachtskarte in Encaustic eignet sich hervorragend für kleine Verkaufsstände oder kreative Märkte. Besonders praktisch: Viele Elemente lassen sich im Voraus vorbereiten. Metallsterne können ausgestanzt, geprägt und sortiert werden, die Encaustic-Hintergründe ebenfalls.
Am Stand selbst müssen die Teile oft nur noch zusammengefügt werden – ein Vorgang, der für Besucher*innen spannend zu beobachten ist und dem fertigen Produkt einen persönlichen Charakter verleiht.
Die kleinen Metallsterne kannst du zusätzlich einzeln oder in kleinen Sets verkaufen, denn sie eignen sich nicht nur für Encaustic-Karten, sondern auch für Mixed Media, Geschenkverpackungen oder Art Journals.
So entstehen aus einem einzigen Projekt gleich mehrere Möglichkeiten, Kreatives anzubieten und deinen Stand abwechslungsreicher zu gestalten.
Sollten dir eine Weihnachtskarte in Encaustic einmal nicht gelingen, kannst du sie mit Stanzern zu Anhängern oder anderen Embellishments umfunktionieren.
Fazit
Eine Weihnachtskarte in Encaustic verbindet intensive Farben mit schimmernden Metallakzenten und ergibt dadurch ein Ergebnis, das warm, festlich und hochwertig wirkt. Die Technik lässt viel Spielraum für individuelle Variationen und lädt zum Experimentieren ein. Gleichzeitig kannst du Reste sinnvoll verwerten und kleine Embellishments selbst herstellen. Ob für die eigene Weihnachtspost, als Geschenk oder für den Verkauf – Encaustickarten sind immer etwas Besonderes und sorgen für einen eleganten Moment in der Adventszeit.
Wenn du Lust auf noch mehr Inspiration hast: Im großen Überblicksartikel findest du eine umfangreiche Sammlung kreativer Weihnachtskarten – mit vielen Techniken, Motiven und Ideen zum Nachmachen. Hier geht’s zum Artikel: Weihnachtskarten basteln – Ideen, Techniken & Vorlagen. Mehr zum Thema Encaustic erfährst du in unserem Bastellexikon.
FAQ
Ist Encaustic schwer zu lernen?
Nein – nach wenigen Versuchen bekommt man ein gutes Gefühl für Temperatur und Bewegung des Maleisens. Eine Weihnachtskarte in Encaustic bietet sich für den Anfang an.
Welche Folien eignen sich für’s Metalldrücken?
Am besten funktionieren weiche Prägemetallfolien und spezielle Goldfolien für Encaustic.
Kann ich auch andere Farben verwenden?
Ja, Winterlandschaften wirken in Blau- und Grüntönen besonders harmonisch, aber du kannst frei experimentieren.
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Hinweis: Einzelne Bilder in unseren Artikeln können mit Hilfe von KI erstellt worden sein.
Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.