Artist Trading Cards, kurz ATCs, sind selbst gestaltete Kunstkarten im festen Format von 2,5 × 3,5 Inch. Das entspricht ungefähr 6,4 × 8,9 Zentimetern und damit der Größe klassischer Sammelkarten. Der entscheidende Unterschied steckt jedoch im Namen: Artist Trading Cards werden von den Gestaltenden untereinander getauscht. Sie sind keine gewöhnlichen Grußkarten und auch keine industriell produzierten Sammelbilder, sondern kleine persönliche Originalkunstwerke.
Inhalt
Was eine Artist Trading Card ausmacht
Für ATCs gibt es nur wenige Grundregeln. Das Kartenmaß ist festgelegt, die Vorderseite wird künstlerisch gestaltet und die Rückseite erhält Angaben zur Karte und zu ihrer Urheberin oder ihrem Urheber. Welche Technik du verwendest, bleibt dir überlassen. Du kannst zeichnen, malen, stempeln, collagieren, drucken, nähen oder verschiedene Arbeitsweisen als Mixed Media verbinden. Selbst Stoff, dünne Modelliermasse oder Fundstücke sind möglich, solange die fertige Karte stabil und noch gut zu tauschen und aufzubewahren ist.
Warum das Tauschen dazugehört
Die ursprüngliche Idee der Artist Trading Cards beruht auf einem direkten Austausch von Kunst. Geld soll dabei keine Rolle spielen. Zwei Menschen entscheiden selbst, ob und welche Karten sie miteinander tauschen. Das kann persönlich bei einem Treffen, per Post, in einer Gruppe oder im Rahmen eines organisierten Swaps geschehen. Häufig gilt eine Karte gegen eine Karte; die Beteiligten können aber eigene Absprachen treffen.
Durch den Tausch entsteht nach und nach eine Sammlung mit Arbeiten vieler verschiedener Menschen. Eine solche Sammlung zeigt nicht nur Motive und Techniken, sondern erinnert auch an Begegnungen, Aktionen und kreative Gemeinschaften. Gerade das kleine, einheitliche Format erleichtert es, Karten zu verschicken, in Hüllen zu schützen oder in Sammelalben aufzubewahren.
ATC, KAKAO und ACEO nicht verwechseln
Im deutschsprachigen Raum begegnet dir außerdem die Bezeichnung KAKAO-Karte. Sie steht für KartenKunst, Auflagen und Originale und wird häufig ähnlich wie ATC verwendet. ACEO-Karten besitzen ebenfalls dasselbe Format, sind jedoch ausdrücklich zum Verkauf bestimmt. Nicht jedes kleine Kunstwerk im Sammelkartenformat ist also automatisch eine Artist Trading Card. Bei einer echten ATC gehört der Tauschgedanke zum Konzept.
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Fazit
Artist Trading Cards sind kleine Originalkunstwerke mit festem Maß und einer besonderen Idee: Kunst wird persönlich getauscht. Die Technik ist frei, das Format verbindlich und jede Karte trägt die Handschrift des Menschen, der sie gestaltet hat. Damit sind ATCs zugleich Mini-Kunst, Sammelobjekt und kreatives Verbindungselement.
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.
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