Ein provisorischer Mundschutz fürs Basteln kann bei kurzen Arbeiten helfen, groben Staub oder Spritzer von Mund und Nase fernzuhalten. Für solche Situationen reicht oft eine einfache, selbst gemachte Lösung aus haushaltsnahen Materialien. Diese Anleitung zeigt, wie sich aus Servietten, Papiertüchern oder Baumwolltüchern ein provisorischer Mund- und Gesichtsschutz fürs Basteln herstellen lässt.
Inhalt
Wann ein provisorischer Mundschutz fürs Basteln sinnvoll ist
Beim Basteln entstehen je nach Material feiner Staub, kleine Partikel oder Spritzer. Gerade bei kurzen Arbeiten lohnt es sich nicht immer, spezielles Zubehör bereitzulegen. Ein einfacher, selbst gemachter Mund- und Gesichtsschutz kann hier eine pragmatische Lösung sein, um Mund und Nase zumindest grob abzudecken.
Die folgende Anleitung zeigt eine schnelle Möglichkeit, wie sich mit wenigen Handgriffen ein solcher Schutz fürs Basteln aus Materialien herstellen lässt, die viele ohnehin zu Hause haben.
Bei Bastelarbeiten mit Pulver oder Gießmaterialien, zum Beispiel beim Reliefgießen, entsteht schnell feiner Staub. Der hier gezeigte Mund- und Gesichtsschutz ist ausschließlich fürs Basteln gedacht, wenn grober Staub oder Spritzer entstehen. Er ersetzt keine geprüften Atemschutzmasken.
Je nach Material lässt sich der Mund- und Gesichtsschutz an unterschiedliche Bastelsituationen anpassen. Papier eignet sich vor allem für kurze Einsätze, Stoffvarianten können nach dem Waschen erneut verwendet werden.
Das brauchst du für den provisorischen Mundschutz aus Servietten
Eine Serviette (Alternativen siehe unten bei Tipps und Tricks)
Zwei Gummibänder
Anleitung
1. Serviette auseinander falten
2. Ein Drittel der Serviette von oben nach unten falten.
3. Das untere Drittel der Serviette von unten nach oben falten.
4. Rechts und links jeweils ein Gummiband auf die Serviette ziehen.
5. Die Enden über das Gummiband nach innen falten.
6. Die Serviette glatt ziehen.
7. Die Maske umdrehen. Sie ist fertig und sieht nun so aus:
8. Zum Tragen der Maske die Gummiringe einfach über die Ohren ziehen.
Tipps und Tricks
Du kannst dir die Servietten gut auf Vorrat falten.
Mit kleinen Anpassungen lässt sich der provisorische Mund- und Gesichtsschutz fürs Basteln flexibel abwandeln und an verschiedene Materialien oder Arbeitsweisen anpassen.
Du kannst auch andere Materialien für die Herstellung dieser Art von Mundschutz verwenden – zum Beispiel Küchentücher (Küchenrolle) oder kleine Halstücher (Bandanas).
Du kannst die Enden mit einem Bürohefter befestigen. Wenn du dies bei Stoff machst, musst du beim Waschen vorsichtig sein, denn die Heftklammern könnten rosten.
Du kannst dir aber auch Stoff zuschneiden (auf die Größe 33 x 33 cm). Wenn du alte T-Shirts zerschneidest, hast du den Vorteil, dass du den Stoff nicht säumen musst, denn T-Shirt-Stoff ribbelt normalerweise nicht aus.
Bei anderen Stoffen musst du dann doch zur Nadel greifen und die Zuschnitte säumen, damit sie beim Waschen nicht aufribbeln.
Du kannst aber auch ein Seidentuch verwenden und dies zweimal falten.
Als zusätzlichen Schutz kannst du noch ein Papiertaschentuch in die Maske einlegen. Du kannst verschiedene Stoffe und/oder Papiere miteinander kombinieren – zum Beispiel eine Serviette und ein Papiertaschentuch übereinander legen und zusammen falten. Oder ein Baumwolltuch mit einem Blatt Küchenkrepp, oder, oder, oder…
Du kannst große Gummibänder doppelt legen.
Du kannst auch Haargummis verwenden.
Für kurze Bastelarbeiten kann ein solcher provisorischer Mund- und Gesichtsschutz ausreichend sein. Ein provisorischer Mundschutz fürs Basteln ersetzt keine geprüften Schutzmasken, kann aber bei kurzen Einsätzen eine pragmatische Lösung sein. Varianten aus Papier sind für den einmaligen Gebrauch gedacht, Stofflösungen lassen sich nach dem Waschen erneut verwenden. Bei längeren Arbeiten oder beim Umgang mit Dämpfen, Lacken oder sehr feinem Staub sind geprüfte Schutzmasken die bessere Wahl.
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.