10. Oktober 2026

Schmuckanhänger aus Kaltporzellan selber machen

Vier Möglichkeiten für individuelle Anhänger und Ketten
Schmuckanhänger aus Kaltporzellan selber machen

Aus Kaltporzellan lassen sich Schmuckanhänger herstellen, die vollkommen unterschiedlich wirken. Diese Schmuckanhänger aus Kaltporzellan wurden frei geformt, ausgestochen, mit einer eingeprägten Struktur versehen oder mithilfe einer Silikonform gestaltet. Anschließend habe ich sie bemalt, lackiert und zu ganz verschiedenen Ketten verarbeitet.

Kleine Anhänger mit großer Wirkung

Kaltporzellan kann man nicht nur für Figuren, Blumen oder kleine Dekorationen verwenden. Auch Schmuckanhänger lassen sich daraus herstellen. Das Material ist leicht, kann an der Luft trocknen und lässt sich nach dem Aushärten mit Stiften, Acrylfarben und Metallicfarben gestalten.

Bei meinen Anhängern habe ich mehrere Möglichkeiten ausprobiert. Einige Formen entstanden direkt mit den Händen, andere wurden aus einer ausgerollten Fläche ausgestochen. Zusätzlich habe ich eine Struktur in das noch weiche Kaltporzellan geprägt und einen plastischen Anhänger mithilfe einer Silikonform hergestellt.

Obwohl alle Schmuckstücke aus derselben Grundmasse bestehen, sehen die Schmuckanhänger aus Kaltporzellan am Ende vollkommen unterschiedlich aus.

Frei geformte Schmuckanhänger aus Kaltporzellan

Die ersten Anhänger habe ich ohne Schablone oder Ausstechform gestaltet. Dadurch entstanden leicht unregelmäßige Formen, die ihren handgemachten Charakter deutlich zeigen.

Die Bemalung besteht aus farbigen Flächen, Linien und dunklen Konturen. Je nachdem, wie der Anhänger später kombiniert wird, kann er an einer feinen Kette getragen oder zusammen mit Lederband und einzelnen Perlen zu einem auffälligeren Schmuckstück verarbeitet werden.

Gerade bei frei geformten Anhängern muss nicht jede Kante vollkommen gerade sein. Kleine Unebenheiten passen gut zu den gezeichneten Mustern und machen jedes Schmuckstück zu einem Einzelstück.

Ausgestochene Herzen aus Kaltporzellan

Für die Herzanhänger habe ich das Kaltporzellan ausgewellt und anschließend mit einer Plätzchenform ausgestochen. Die gleichmäßige Grundform bietet eine gute Fläche für unterschiedliche Muster.

Eines der Herzen erhielt eine frei gestaltete Verzierung mit farbigen Flächen, Punkten und Linien. Durch zwei Aufhängelöcher kann es so an einer Kette befestigt werden, dass es gerade hängt.

Das zweite Herz ist deutlich dunkler gestaltet. Die kleinen Sterne heben sich hell vom Untergrund ab und geben dem Anhänger eine ganz andere Wirkung, obwohl für beide Schmuckstücke dieselbe Ausstechform verwendet wurde.

Geprägte Muster statt freier Zeichnung

Eine Struktur muss nicht immer von Hand eingeritzt oder aufgemalt werden. Bei einem der Herzen wurde das Muster bereits in das weiche Kaltporzellan eingearbeitet.

Dadurch entstehen gleichmäßig wiederkehrende Motive, die sich nach dem Trocknen farbig hervorheben lassen. Die Technik eignet sich besonders für kleine Sterne, Punkte, Ornamente oder feine florale Muster.

Erst die Bemalung entscheidet, ob die Prägung dezent bleibt oder deutlich sichtbar wird.

Plastischer Anhänger aus einer Silikonform

Der gemmenartige Anhänger unterscheidet sich von den flachen Schmuckstücken. Seine Oberfläche besitzt ein ausgeprägtes Relief mit vielen kleinen Vertiefungen und erhabenen Details.

Durch die metallische Bemalung erinnert das fertige Schmuckstück kaum noch an Kaltporzellan. Es wirkt eher wie ein geprägter Metallanhänger mit einer leicht antiken Oberfläche.

Auch dieser Anhänger aus Kaltporzellan lässt sich ganz unterschiedlich einsetzen. An einer feinen Kette wirkt er eher elegant, an einem Lederband dagegen rustikaler.

Kaltporzellan selbst herstellen

Für die Anhänger kannst du fertige Modelliermasse verwenden oder dein Kaltporzellan selbst anrühren. Das passende Grundrezept findest du in unserem Artikel Kaltporzellanrezepte. Natürlich kannst du auch andere Modelliermassen verwenden. Ich arbeite auch ganz gerne mal mit Wepam, wenn ich keine Lust habe, das Kaltporzellan selbst herzustellen.

WePam – Lufttrocknende Modelliermasse für feine Schmuckanhänger
Die weiße WePAM-Modelliermasse ist weich, angenehm zu verarbeiten und trocknet an der Luft. Sie eignet sich besonders für filigrane Formen, geprägte Muster und kleine Schmuckanhänger mit porzellanähnlicher Oberfläche. Inhalt: 500 g

Für Schmuckstücke sollte die Masse glatt, gut formbar und nicht zu trocken sein. Kleine Risse, die bereits beim Formen entstehen, werden beim Trocknen meist deutlicher.

Auf unserer Schwesternseite „Basteln mit Salzteig und Kaltporzellan“ findest du viele weitere Informationen, Tipps und Tricks.

Aus Anhängern werden fertige Ketten

Ein Anhänger aus Kaltporzellan wirkt noch einmal ganz anders, sobald er mit einer passenden Kette, einem Lederband oder Perlen kombiniert wird.

Die bunt bemalten Stücke passen gut zu Holz-, Keramik- und Glasperlen. Ein schlichter Anhänger kann dagegen an einer feinen Metallkette besonders gut zur Geltung kommen. Bei größeren oder rustikalen Formen darf auch das Band etwas kräftiger sein.

Das findest du im Mitgliederbereich

Im kostenlosen Mitgliederbereich zeige ich dir, wie die einzelnen Anhänger hergestellt wurden, wie das Muster mit dem Embossingfolder entstand und wie der plastische Gemmenanhänger seine dunklen Vertiefungen bekam. Wenn es dich interessiert, warum es einen kostenlosen Mitgliederbereich gibt, findest du die Anwort hier.

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Fazit

Aus Kaltporzellan lassen sich Schmuckanhänger herstellen, die kaum unterschiedlicher wirken könnten. Frei geformte Stücke behalten ihren lebendigen, handgemachten Charakter. Ausgestochene Herzen bieten eine gleichmäßige Grundform für gezeichnete oder eingeprägte Muster.

Mit einem Embossingfolder entstehen feine Strukturen, während eine Silikonform für Gemmen ein deutliches Relief erzeugt. Durch Stifte, Metallicfarben und dunkle Akzente erhält jeder Anhänger eine eigene Wirkung.

Erst durch die Kombination mit einer feinen Kette, einem Lederband oder passenden Perlen wird aus dem kleinen Anhänger ein vollständiges Schmuckstück.

Schmuckanhänger aus Kaltporzellan selber machen

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Hinweis: Einzelne Bilder in unseren Artikeln können mit Hilfe von KI erstellt worden sein.

Über die Autorin

Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.

Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.

2026-10-09 00:00:00

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