Nicht nur Baumwolle kann man in der Waschmaschine einfärben – mit Seide klappt das genauso gut. Und obwohl viele der Meinung sind, dass Seide ein sehr empfindliches Gewebe ist, ist diese tierische Faser doch wesentlich widerstandsfähiger als mein gemeinhin denkt. Verwunderlich ist es aber eigentlich nicht, denn schließlich schützen der Seidenspinner damit seinen Nachwuchs – die Seidenraupen.
Die Seide wird mit ganz normaler Waschmaschinenfarbe eingefärbt. Zusätzlich zur Waschmaschinenfarbe benötigt man für ca. 300 g Wäschevolumen 300 g Haushalts- oder Färbesalz. Dies ist aber nur ein Richtwert. Die genaue Stoffmenge, die mit einer Packung Farbe eingefärbt werden kann, findet man auf der Verpackung.
Eingefärbt werden können sowohl Tücher und Schals, als auch Meterware oder fertig genähte Kleidungsstücke (speziell für die Seidenmalerei hergestellt).
Und so wird’s gemacht:
- Die Seide in die Waschmaschinentrommel legen und 300 g Haushaltssalz drüberstreuen. Die Waschmittelfarbe in die Waschmittelkammer „Hauptwaschgang“ füllen, das Fixierpulver ( in der Farbpackung enthalten) dazugeben.
- Die Waschmaschine auf 60°C -Kurzwaschgang einstellen.
- Nach dem Färben die Seide trocknen lassen und glattbügeln.
- Je nachdem, in welcher Farbe die Seide eingefärbt wurde, kann man nur noch mit bügelfixierbarer Farbe darüber malen.
Bild oben: Dieses Seidenhemd wurde in gelb eingefärbt. Nach dem Trocknen wurde der Kragen mit Strasssteinen besetzt.
Idee und Realisation: Jeannette Knake
Seiden-Steppjacke – mit roter Waschmaschinenfarbe eingefärbt.
Idee und Realisation: Jeannette Knake
Tipp:
- Wer seine Waschmaschine lieber schonen möchte, weil er Angst hat, dass Dichtungsringe und Kunststoffteile mit eingefärbt werden, kann die Seide auch auf dem Herd in einem großen Kochtopf einfärben.
- Sogar das Einfärben in einer Farbflotte in der Mikrowelle ist möglich und benötigt natürlich wesentlich weniger Zeit.
- Färbt man auf dem Herd oder in der Mikrowelle, verwendet man dafür am besten entweder Batikfarbe oder dampffixierbare Seidenmalfarbe (die nach dem Kochen natürlich nicht mehr im Dampf fixiert werden muss)
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.
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