Aus kleinen Papierstücken kann etwas richtig Edles entstehen. Bei diesem DIY wird selbstgemachtes Washi Tape mit feinen Goldrissen verziert – inspiriert von Kintsugi, der japanischen Kunst, Bruchstellen sichtbar zu reparieren. Perfekt für Junk Journals, Karten, Geschenkverpackungen und kreative Papierprojekte.
Inhalt
Was ist Washi Tape im Kintsugi Stil?
Washi Tape im Kintsugi Stil ist ein selbstgemachtes dekoratives Klebeband, das aus kleinen Papierfragmenten zusammengesetzt wird. Die Übergänge und Risse zwischen den Papierstücken werden mit Goldstift, Glimmerliner oder Glitzerkleber nachgezogen.
Dadurch entsteht ein Effekt, der an Kintsugi erinnert: Bei dieser japanischen Reparaturtechnik werden zerbrochene Keramikstücke mit goldfarbenen Linien sichtbar wieder verbunden. Für dein DIY Tape bedeutet das: Die Risse werden nicht versteckt, sondern bewusst betont.
Gerade dadurch wirkt das fertige Washi Tape besonders kunstvoll, vintage und ein bisschen poetisch.
Die Philosophie hinter Kintsugi
Kintsugi bedeutet übersetzt so viel wie „mit Gold reparieren“. Die Technik stammt aus Japan und ist dort seit dem 15. Jahrhundert bekannt. Der Gedanke dahinter ist ebenso einfach wie tiefgründig: Ein zerbrochenes Stück wird nicht weggeworfen und die Bruchstellen werden nicht versteckt. Stattdessen werden sie mit Gold betont – und machen das Stück dadurch erst richtig wertvoll.
Übertragen auf das Basteln bedeutet das: Unvollkommenheit ist kein Fehler, sondern ein Merkmal. Kleine Risse, unregelmäßige Kanten und zufällige Formen gehören dazu. Sie sind das, was jedes Stück einzigartig macht.
Materialliste
Für dein Washi Tape im Kintsugi Stil brauchst du:
- breites doppelseitiges Klebeband
- Backpapier
- feine Papierreste, zum Beispiel Seidenpapier, Transparentpapier, Teebeutelpapier, alte Buchseiten oder zerknittertes Papier
- Goldstift, Glimmerliner oder Glitzerkleber
- Schere oder Lineal
- optional: schwarze Tinte, Aquarellfarbe oder dunkle Stempelfarbe
- optional: Metallic-Pigmente oder schimmernde Aquarellfarbe
Verwendungsideen für Washi Tape im Kintsugi Stil
Dein fertiges Washi Tape im Kintsugi Stil kannst du vielseitig einsetzen. Besonders schön wirkt es bei:
- Junk Journals
- Scrapbooking-Seiten
- Vintage-Karten
- Geschenkanhängern
- Briefumschlägen
- Lesezeichen
- Collagen
- Mixed-Media-Projekten
- kleinen Verpackungen
- Kerzen- oder Glasdeko, wenn das Tape nur außen dekorativ verwendet wird
Noch mehr Ideen mit Kintsugi-Optik
Washi Tape aus Serviettenresten sieht dem Kintsugi-Band übrigens schon sehr ähnlich – es fehlt nur der Goldrand. Mit einem schlichten Goldstift oder etwas Schlagmetall an den Kanten lässt es sich ganz einfach zum echten Kintsugi-Band aufwerten. Wie du Washi Tape aus Serviettenresten herstellst, zeige ich dir hier: Washi Tape selber machen aus Serviettenresten.
Wer mit echtem Blattgold oder Schlagmetall arbeiten möchte, findet hier eine ausführliche Anleitung: Vergolden leicht gemacht: Basteln mit Schlagmetall.
Wenn dir nur der Look gefällt, du aber keine Lust auf die Kleberei hast, findest du bei Creative Farbrica viele Hintergrundpapiere, die du dir herunterladen kannst. Besonders gut gefällt mir persönlich das Papier „Luxury Kintsugi Marble Textures Paper„.
Die vollständige Anleitung
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Kurz gesagt
Washi Tape im Kintsugi Stil ist eine wunderschöne Möglichkeit, Papierreste kreativ weiterzuverwenden. Die zerrissenen Stücke werden nicht versteckt, sondern mit goldenen Linien betont. So entsteht aus scheinbar einfachen Resten ein edles DIY Tape mit viel Charakter.
Fazit
Dieses DIY zeigt, wie schön Unregelmäßigkeit sein kann. Aus Papierfetzen, Klebeband und etwas Gold entsteht ein dekoratives Washi Tape im Kintsugi Stil, das perfekt zu Journals, Karten, Anhängern und Vintage-Projekten passt. Die goldenen Risse machen jedes Stück einzigartig und verwandeln kleine Bruchstellen in besondere Hingucker.
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Hinweis: Einzelne Bilder in unseren Artikeln können mit Hilfe von KI erstellt worden sein.
Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.