15. April 2024

So kannst du dein Bastelzimmer organisieren

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Nicht umsonst spricht man vom kreativen Chaos. Wenn man bastelt, malt oder näht, entsteht oft Chaos und kreative Menschen gelten häufig als unordentlich. Dabei hat ein aufgeräumtes Bastelzimmer oder ein aufgeräumter Bastelbereich auch viele Vorteile. Warum man auch in seinem kreativen Chaos etwas Ordnung halten sollte und wie man das schafft, erfährst du in diesem Artikel.

Warum man sein Bastelzimmer organisieren sollte

Wenn ich bastel, geht es in meinem Zimmer drunter und drüber und ich weiß, dass es im Zimmer meiner Mutter nicht viel anders aussieht. Vor allem, wenn man mal eine richtig kreative Phase hat und an vielen verschiedenen Projekten gleichzeitig bastelt, kann es schon mal aussehen, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Ich habe aber auch gemerkt, dass es durchaus etwas Positives hat, wenn man den Tatort zwischendurch aufräumt und nicht alles liegen lässt. Man weiß beim nächsten Basteln wieder, wo die Sachen sind und kann sie schnell wieder rausholen. Außerdem hat man einen guten Überblick, was man alles an Material hat. In unserem Bastelkeller ist schon einiges an Material verloren gegangen. Wenn man weiß, wo alles ist, muss man auch nichts doppelt kaufen, weil man nicht mehr weiß, wo es ist.

Der Bastelkeller, von dem ich vorhin gesprochen habe, ist im Moment noch ein relativ unsortierter Raum, in dem viele Schätze schlummern. Meine Mutter und ich haben schon seit Jahren vor, ihn aufzuräumen, aber der Berg ist schon so groß geworden, dass er ziemlich einschüchternd wirkt. Neulich habe ich im Internet gestöbert und bin auf die Möglichkeit gestoßen, einen Münchener Lagerraum von Shurgard zu mieten. Das hat mich sofort auf die Idee gebracht, einen Lagerraum in meiner Nähe zu mieten und den gesamten Inhalt meines Kellers einmal dort unterzubringen. Dann wollte ich vor und nach dem Einlagern das Bastelmaterial ausmisten und alles neu sortieren. Leider will mein Vater nicht alles auf einmal in einen Lagerraum bringen. Deshalb habe ich unser Projekt „Bastelkeller aufräumen“ in kleine Schritte zerlegt.

Bastelzimmer organisieren: Ausmisten

Zuerst geht es an das Ausmisten. Das wird wahrscheinlich der schwierigste Teil, aber nicht nur Marie Kondo weiß, dass man Ballast abwerfen muss, um wachsen zu können. Wenn man weniger Bastelmaterial hortet, wird man wieder kreativer, weil man nicht mehr so viele verschiedene Möglichkeiten hat. Und die Möglichkeiten, die man hat, werden einem dann erst wieder bewusst. Das ist auch der Grund, warum viele Leute, die sich mit Mode beschäftigen, eine Capsul Wardrobe empfehlen. Wenn man weniger Möglichkeiten hat, fällt einem die Entscheidung leichter und man wird handlungsfähiger. Deshalb kann das Ausmisten des Kleiderschranks oder das Basteln auch als eine Aktivität für die psychische Gesundheit angesehen werden. Vor allem wenn man bei Bastelmaterial das Gefühl hat: „Das muss ich endlich mal basteln“, sollte man sich überlegen, ob man das Material nicht besser verschenkt oder verkauft. Denn gerade Bastelmaterial und andere Hobbys sollten in einem Glücksgefühle auslösen.

Ausmisten: Verschenken, spenden, wegwerfen verkaufen

Ähnlich wie bei der Kleidung sollte man beim Ausmisten die ausrangierten Materialien in verschiedene Kisten packen – eine zum Verschenken oder Spenden, eine zum Verkaufen und eine für die Dinge, die man wirklich nur noch wegwerfen kann. Gerade mit dem Wegwerfen tun wir Bastler und vor allem die Upcycler unter uns uns sehr schwer. Eigentlich kann man aus fast allem noch etwas machen. Damit man nicht in die Falle tappt und alles aufhebt, sollte man sich ein paar Grundregeln aufstellen. Das kann z.B. sein, dass man die Sachen nur aufhebt, wenn man glaubt, dass man sie in einer bestimmten Zeit wiederverwenden kann. Eine andere Möglichkeit ist es, alle Sachen in eine große Kiste zupacken und wenn diese voll ist, kommen entweder keine neuen Sachen mehr dazu oder man muss alte Sachen wieder herausnehmen.

Bei den Sachen, die man wegwerfen möchte, sollte man übrigens vorher prüfen, ob man sie in die normalen Mülltonnen werfen kann oder ob man sie zu einem Recyclinghof bringen muss.

Wenn man Dinge verkaufen möchte, kann man dies auf Flohmärkten und in Online-Flohmärkten wie Ebay Kleinanzeigen oder in bestimmten Facebook-Gruppen tun. Allerdings muss man aufpassen, wenn man das Bastelmaterial gewerblich gekauft hat. Dann handelt es sich um einen gewerblichen Verkauf und nicht wie sonst üblich um einen Privatverkauf. Das ist wichtig, weil die Käufer dann andere Rechte haben als bei einem Privatverkauf. Vor allem beim Online-Verkauf sollte man vorsichtig sein. Außerdem zählt der Gewinn aus dem Verkauf dann zum Gewerbeertrag und muss versteuert werden.

Wenn man Bastelmaterial spenden möchte, ist das leider nicht so einfach wie bei Kleidung. Es gibt leider keine Bastelcontainer an der Straßenecke. Stattdessen kann man in Schulen, Kindergärten, Jugendzentren, Vereinen oder Flüchtlingsunterkünften vor Ort nachfragen, ob Bastelmaterial benötigt wird.

Bastelzimmer organisieren: Sortieren und Bereiche schaffen

Die Sachen, die man nicht ausmisten möchte, kann man wieder in die Schränke und Regale räumen. Dabei kann man die Materialien und Werkzeuge gleich in Gruppen sortieren. Man kann z.B. die Materialien nach Techniken ordnen oder alle Papiere, alle Farben usw. zusammenlegen. Damit man sich später besser zurechtfindet, sollte man Kisten und Ähnliches beschriften. Am besten verwendet man durchsichtige Boxen. Hier sind die Materialien besser vor äußeren Einflüssen und Ungeziefer geschützt. Außerdem haben sie den Vorteil, dass man hineinschauen kann. So sieht man auf den ersten Blick, was sich darin befindet.

Wenn man verschiedene kreative Hobbys hat, bietet es sich auch an, Bereiche zu schaffen. Man kann zum Beispiel einen Bereich zum Nähen, für das Kartenbasteln oder zum Malen einrichten. Das heißt nicht, dass man den Tisch, an dem man malt, nicht auch für etwas anderes benutzen kann. Die Materialien dafür sollte man aber möglichst zusammenstellen. So behält man den Überblick und alles ist leicht erreichbar.

Außerdem sollte man die Materialien und Werkzeuge, die man öfter braucht, schnell erreichen können und in der Nähe aufbewahren. Es ist viel einfacher, den Kleber nach Gebrauch wieder an seinen Platz zu räumen, wenn man die Bastelarbeit dafür nicht lange unterbrechen muss.

Passende Möbel und Aufbewahrungen verwenden

Im Internet und auf Pinterest findet man viele tolle Ideen, wie man sein Bastelzimmer praktisch einrichten kann. Auch wir haben schon Tipps gesammelt, wie man sein Bastelzimmer einrichten und Gegenstände zweckentfremden kann. Zum Beispiel kann man den Weinflascheneinsatz für das Kallax-Regal verwenden, um Strickgarn aufzubewahren. Eine praktische Idee ist auch, einen Servierwagen als rollenden Bastel- oder Nähkasten zu verwenden. Man kann ihn einfach in eine Ecke stellen und herausholen, wenn man kreativ werden möchte. Übrigens bewahren wir einen Großteil unseres Papiers in einem Aktenschrank auf. Ich glaube aber, dass meine Mutter mit dieser Lösung nicht mehr ganz zufrieden ist. Deshalb ist es wichtig, sich und seine Gewohnheiten immer wieder zu hinterfragen. So kann man die Möbel und Aufbewahrungsgegenstände den eigenen Bedürfnissen anpassen und gegebenenfalls wieder verändern.

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2023-08-15 22:00:00
Bastelfrau (Becky)