Aus Sisalfiguren, wie sie als Unterbau für Rupfenpuppen verwendet werden, Stoffresten und Farbe entstanden diese beiden Objekte, die ein bisschen nach Skulptur und „Kunst“ aussehen.
Das brauchst du:
- Decoform (Stoffversteifer)
- 2 Sisal-Biegepüppchen in verschiedenen Größen
- Reste von dünnem Seidenstoff
- Stein
- Acrylfarbe
- verschiedene Pinsel
- Heißklebepistole
Und so geht’s:
- Zuerst reisst oder schneidest du die Seide in Streifen. Die Streifen sollten nicht zu lang sein… sie lassen sich sonst im nassen Zustand nur sehr schwer „wickeln“. Die Breite der Streifen beträgt etwa 10 cm.
- Nun nimmst du dir den Stein, legst ihn vor dich auf den Tisch und biegst die beiden Püppchen so, dass sie problemlos stehen können.
- Anschließend bestreichst du die Seide Streifen für Streifen mit Decoform und umwickelst die Püppchen, bis dir ihre Kleidung gefällt. Aus dünneren Seidenstreifen formst du Haare und ein Kopftuch. Für den Rock des Mädchens legst du einen Streifen Seide über die Beine und drappierst ihn.
- Alles trocknen lassen. Dies dauert mehrere Stunden. Du kannst die Trockenzeit allerdings beschleunigen, wenn du die Püppchen lt. Anleitung auf der Decoform-Flasche im Backofen trocknen lässt.
- Wenn die Seide komplett durchgehärtet ist, bemalst du die Puppe von Kopf bis Fuß mit der dunklen Acrylfarbe und lässt wieder alles trocknen.
- Die Figuren werden in der Drybrush-Technik bemalt. Dafür nimmt man einem breiten Pinsel etwas (aber wirklich nur ein wenig!) silberne Farbe auf und verstreicht sie auf einem Stück altem Zeitungspapier, bis man das Gefühl hat, dass man keine Farbe mehr auf dem Pinsel hat. Dann streichst du mit dem Pinsel über die Figur. Dabei bleibt ein Hauch der silbernen Farbe auf den erhabenen Flächen, während die tiefer liegenden Falten dunkel bleiben. Dies wiederholst du solange, bis die Intensität der Farbe deinem Geschmack entspricht.
- Heißklebepistole aufheizen und die Figuren auf den Stein kleben. Fertig.
Tipp
Statt Seide kann auch ein dünner Baumwollstoff wie zum Beispiel Batist verwendet werden.
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.
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