10. Mai 2026

Alte Papiertüten mit Gelli-Print

Alte Tüten als nachhaltiger Druckuntergrund
Alte Papiertüten mit Gelli-Print

Alte Papiertüten mit Gelli-Print sind eine einfache Möglichkeit, Material weiterzuverwenden, das im Alltag ständig anfällt. Gerade Brötchentüten eignen sich gut, weil sie sich durch das Aufschneiden und Verkleben zu stabilen Druckbögen verarbeiten lassen.

So entsteht ohne zusätzlichen Aufwand ein brauchbarer Untergrund für den Gelli-Druck, der sich anschließend vielseitig weiterverarbeiten lässt – zum Beispiel für Notizbücher, Fauxdoris oder Filofax-Einlagen.

Material und Vorbereitung

Für die Druckunterlage saubere Brötchentüten, Obsttüten oder dünne Versandtüten aus Papier verwenden.

Die Papiertüten an den Kanten aufschneiden, sodass sie flachliegen. Anschließend die Innenseiten zusammenkleben – am besten mit einem Klebestift, damit keine feuchten Stellen entstehen, die das Papier verziehen könnten.

Nach dem Trocknen ergibt sich ein stabiler Bogen, der sich gut bedrucken lässt und die Farbe ohne Probleme annimmt.

Upcycling-Papier aus Brötchentüte

Wichtig ist, die Tüten wirklich flächig zu verkleben. Wenn sich einzelne Stellen lösen, kann sich das Papier beim Drucken verschieben oder ungleichmäßig Farbe aufnehmen.

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Klebestift zum Verkleben der aufgeschnittenen Tüten, ohne dass das Papier durchfeuchtet oder sich stark wellt.

Alte Papiertüten mit Gelli-Print bedrucken

Auf die Gelli-Plate deckende Acrylfarbe auftragen. Besonders gut eignen sich matte oder opake Farben, da sie vorhandene Aufdrucke überdecken. Die Farbe gleichmäßig ausrollen und das vorbereitete Tütenpapier auflegen. Fest andrücken, kurz warten und abziehen.

Die verklebten Tüten halten die Feuchtigkeit der Farbe gut aus und bleiben beim Drucken stabil. Das Papier lässt sich sauber von der Gelplatte abziehen, ohne zu reißen oder sich zu verziehen.

Auch mehrmaliges Drucken funktioniert problemlos. Weitere Farbschichten können aufgetragen werden, ohne dass das Papier weich wird oder an Stabilität verliert.

Gel Press Monodruckplatte – A4
Gelplatte für den Gelli-Druck, auf der Farbe verteilt und auf Papier übertragen wird.

Die verklebten Tüten halten die Feuchtigkeit der Farbe gut aus und bleiben beim Drucken stabil.

Der Druck wirkt auf dem Tütenpapier etwas matter als auf glattem Papier, was gut zu kräftigen Farben passt.

Schichtdrucke und Kombinationen

Wenn der erste Druck trocken ist, kannst du mit Schablonen, Stempeln oder einem zweiten Farbauftrag weiterarbeiten. Besonders reizvoll sind Kombinationen aus kräftigen und hellen Tönen, die den ursprünglichen Tütendruck überdecken. Kleine Falten oder Klebenähte im Papier ergeben interessante Strukturen und verleihen dem Druck eine lebhafte Oberfläche.

Alte Papiertüten mit Gelli-Print lassen sich nach dem Trocknen mit allen möglichen Farben und in vielen verschiedenen Techniken weiter bearbeiten. Weitere Ideen für Gelli Print findest du auf unserem Pinterestboard „Gelli-Print“.

Weiterverarbeitung zu Notizbüchern

Alte Papiertüten mit Gelli-Print eignen sich hervorragend für die Buchbinderei. Du kannst sie zu Einbänden für Notizhefte, Journals, Filofax-Covern oder Fauxdoris weiterverarbeiten. Schneide die Bögen dafür einfach auf das gewünschte Format zu. Für mehr Stabilität kann die Oberfläche bei Bedarf mit einem matten Lack geschützt werden. Auch als dekoratives Einschlagpapier oder Collage-Material sind die Drucke vielseitig einsetzbar.

Alte Papiertüten mit Gelli-Print im Alltag nutzen

Brötchentüten haben im Vergleich zu normalem Druckerpapier eine festere, leicht verdichtete Oberfläche. Durch das Verkleben entstehen mehrere Schichten, die dem Papier zusätzliche Stabilität geben. Dadurch lässt es sich gut handhaben, auch wenn mit feuchter Farbe gearbeitet wird.

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Oberflächenbehandlung

Alte Papiertüten mit Gelli-Print können nach dem Druck leicht wellig werden. Um sie zu glätten, zwischen zwei Lagen Backpapier legen und mit einem lauwarmen Bügeleisen darübergehen. Nach dem Trocknen unter einem Stapel Bücher glatt pressen. Eine dünne Schicht matten Lack schützt den Druck zusätzlich.

Welche Farben funktionieren am besten?

Deckende Acrylfarben liefern das gleichmäßigste Ergebnis. Metallicfarben oder Glimmerpigmente können zusätzliche Effekte erzeugen, überdecken vorhandene Aufdrucke aber nicht vollständig. Für transparente Effekte kannst du Lasuren oder Tinten in weiteren Schichten auftragen.

Für eine alte Papiertüte mit Gelli-Print kann man auch Gouachefarbe verwenden, wie du im folgenden Beispiel siehst.

Alte Papiertüten mit Gelli-Print bedrucken
Gelliprint: Unikate drucken auf Papier, Stoff und Holz
Buch mit Grundlagen und Beispielen für den Gelli-Druck auf verschiedenen Materialien.

Was tun bei sehr glatten Tüten?

Ein Hauch Schleifpapier oder eine Grundierung mit Gesso verbessert die Haftung. Alternativ kannst du das Tütenpapier leicht anfeuchten, bevor du druckst – so zieht die Farbe besser ein und verwischt nicht.

Fazit

Alte Papiertüten, besonders Brötchentüten, lassen sich mit wenig Aufwand zu stabilem Papier für den Gelli-Druck verarbeiten. Das Material ist leicht verfügbar und eignet sich gut als Grundlage für verschiedene Drucktechniken.

So entsteht aus etwas Alltäglichem ein vielseitig nutzbarer Untergrund für kreative Arbeiten.

FAQ

Wie stabil ist das Tütenpapier?

Das kommt natürlich auf die verwendete Tüte an. Aber selbst dünne Brötchentüten, mehrlagig verklebt, sind stabil genug für Gelli-Prints.

Welche Farbe deckt am besten?

Opake Acrylfarben oder Gesso decken am besten. Aber auch das bedruckten mit Gouache ist möglich.

Kann ich die Drucke versiegeln?

Ja, mit mattem oder glänzenden Lack – ganz nach persönlichem Geschmack. Oder man verwendet Klarwachs.

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Über die Autorin

Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.

2026-03-21 00:00:00