Kinusaiga muss nicht immer flächig sein. Bei diesem Dino in Kinusaiga Technik wird die Styroporfigur nur teilweise mit Stoff gestaltet, während andere Bereiche mit Acrylfarbe bemalt und mit Krakelierlack strukturiert werden. So entsteht eine tolle Kombination aus textilem Relief und rissiger Farboberfläche.
Inhalt
Das brauchst du für den Dino in Kinusaiga Technik
- Styropordinosaurier
- verschieden Stoffe
- Cutter
- Stift
- Acrylfarbe
- Messer oder Nagelfeile
- Krakelierlack
- Teddybäraugen
- Bastelkleber
Und so wird’s gemacht:
- Die Stellen, die nicht mit Stoff besteckt werden, mit goldener Acrylfarbe grundieren. Trocknen lassen und den Krakelierlack auftragen. Wieder trocknen lassen. Dann mit grüner Acrylfarbe übermalen. Während die Farbe trocknet, entstehen die Risse. Die Nasenhöhlen, die Augen und den Mund werden nicht krakeliert.
- Dann geht es weiter mit der Kinusaiga Technik. Die Umrisse der Kleidung auf den Styropordinosaurier zeichnen. Bei unserem Dino haben wir uns für eine Hose mit Hosenträgern und ein Hemd entschieden.
- Die einzelnen „Kleidungsstücke“ in nicht zu große Felder aufteilen.
- Die Linien, die für die Kleidung aufgezeichnet wurden, mit dem Cutter ca. einen halben Zentimeter tief einritzen.
- Stoff etwas größer (praktisch mit „Nahtzugabe“) als das erste kleine Feld zuschneiden. Den Stoff auf das Feld legen und die Ränder mit einem stumpfen Gegenstand – zum Beispiel der Rückseite eines Messers oder eine Nagelfeile – in die Ritzen drücken. Dies bei allen Feldern wiederholen.
- Die Teddyaugen mit Bastelkleber in die „Augenhöhlen“ kleben.
Tipps und Tricks für die Kinusaiga Technik
- Die Stoffstücke müssen nicht festgeklebt werden – wenn sie tief genug in die vorgeschnittenen Styroporritzen gedrückt werden, halten sie problemlos. Allerdings dürfen sie nicht zu klein sein, sie lösen sich sonst wieder und es entstehen weiße Stellen.
- Der Bastelkleber muss für Styropor geeignet sein!
- Es ist nicht weiter tragisch, wenn etwas übergemalt wird – wer mag kann sogar den ganzen Dinosaurier bemalen. Die bemalten Stellen werden später vom Stoff bedeckt.
- Es gibt noch viele andere Styroporformen, die sich auf die gleiche Art und Weise bearbeiten lassen.
- Es muss nicht extra Stoff gekauft werden. Es lassen sich auch sehr gut Stoffreste verwenden. Oder man nimmt alte Blusen, Kleider oder Herrenhemden und verwendet diese Stoffe, anstatt die Sachen wegzuwerfen.
Diesen Dino habe ich schon in den 1990iger Jahren gebastelt. Damals hieß es nicht Kinusaiga Technik sondern Patchwork auf Styropor. Die Dinofigur kann ich heute leider nirgendwo mehr finden. Das Angebot an Styroporfiguren schwankt aber relativ stark. Es ist also gut möglich, dass er irgendwann wieder im Sortiment eines Händlers auftaucht. Wer keinen Dino findet, dem gefällt aber vielleicht diese Schildkröte. Bei ihr könnte man den Panzer in Kinusaiga Technik gestalten und Kopf und Beine mit Acrylfarbe und Krakelierlack.
- Styroporfigur, Styro, Schildkröte, Tier
Fazit
Dieser Dino zeigt, wie vielseitig die Kinusaiga Technik eingesetzt werden kann. Die Technik beschränkt sich nicht auf vollständig mit Stoff belegte Flächen, sondern lässt sich mit Farbe und Effekten kombinieren. Durch die Mischung aus bemalten und textilem Bereichen entsteht ein lebendiges Objekt mit Tiefe. Besonders bei Figuren kommt die plastische Wirkung der Kinusaiga-Technik deutlich zur Geltung.
Wer sich zunächst an flachere Projekte herantasten möchte, findet im Beitrag Vier Bilder auf Styropor weitere Beispiele für die Kinusaiga-Technik auf ebenen Flächen. „November“ zeigt dort, wie sich Motive Schritt für Schritt auf einer Platte umsetzen lassen, bevor man sich an eine dreidimensionale Figur wie den Dino wagt. Und natürlich haben wir auch eine Anleitung für Kugeln in Kinusaiga Technik.
Wer die Technik noch einmal grundsätzlich nachlesen möchte, findet im Lexikonbeitrag Was ist Kinusaiga? Definition und Grundlagen eine kompakte Erklärung zur Herkunft und zum Prinzip dieser besonderen Stofftechnik.
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Hinweis: Einzelne Bilder in unseren Artikeln können mit Hilfe von KI erstellt worden sein.
Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.