4. Oktober 2022
Gluedots selber machen

Gluedots selbst gemacht

Fürs Kartenbasteln gibt es überall „Klebepunkte“ (oder auf englisch Gluedots) zu kaufen, bei denen ich mir dachte: Hmm… das müsste man doch aus Haftkleber selbst machen können… Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, das Ganze auszuprobieren und siehe da – es hat funktioniert. Verzögert wurde das Ganze allerdings dadurch, dass ich selbst noch nie „Klebepunkte“ in der Hand hatte. Also musste ich mir erst einmal welche bestellen, um sie hinterher mit meinen Selbstgemachten zu vergleichen.

Infos zu Haftklebern

Zum besseren Verständnis: Haftkleber ist der Kleber, den ihr als „Anlegemilch“ für „Blattgold“ bzw. eher „Schlagmetall“ kennt. Eingesetzt wird er auch als Folienkleber und Bänder- und Kordelkleber. Dieser Kleber klebt erst dann, wenn er trocken ist. Das heißt, der Kleber wird aufgetragen und ist zuerst milchig. Nach einiger Zeit, wenn er trocken ist, wird er durchsichtig – dann wird das Schlagmetall oder die Folie darauf gedrückt – bzw. die Kordeln und Bänder damit befestigt.
Je nach dem, was er letzten Endes kleben soll, ist er nicht nur von der Konsistenz,  sondern auch von der Haftkraft her, unterschiedlich stark Das ist logisch, denn ein Kleber, der eine dicke Kordel festhalten soll, muss eine stärkere Klebekraft besitzen als einer, der nur einen Hauch von einer Folie kleben soll. Dementsprechend unterschiedlich fallen auch die selbstgemachten Klebepunkte aus.

Was sind Gluedots?

Gluedots sind doppelseitig klebende, transparente Klebepunkte, die vor allen Dingen beim Kartenbasteln Verwendung finden.

Gluedots

So werden die Gluedots hergestellt

Man nehme eine Folie (ich habe es auf einer alten Verpackungsfolie und auf einem „leergeräumten“ Stickerbogen ausprobiert – der Stickerbogen funktionierte am Besten) und setze mit dem Haftkleber Punkte auf, die man dann trocknen lässt. Und schon hat man seine Klebepunkte 🙂 Verwendet man sie nicht sofort, sollten sie mit einer zweiten Lage Folie oder Stickerpapier abgedeckt werden, zum einen, damit sie nicht zu sehr austrocknen und ihre Klebekraft nicht verlieren – zum anderen, damit sie nicht irgendwo festpappen, wo sie nicht hin sollen.

Verschiedene Haftkleber

Abhängig vom verwendeten Kleber und von der Dicke bzw. Ausdehnung der Klebepunkt ist die Haftkraft unterschiedlich stark und eignet sich daher für unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten. Fürs Kartenbasteln sind die meisten Kleber geeignet. Allerdings müsst ihr das mit euren Klebern selbst ausprobieren. Ich übernehme keine Garantie dafür, dass es tatsächlich klappt.

Artidee Anlegemilch

Die Gluedots, die ich aus diesem Kleber hergestellt habe, halten zwar – allerdings nur dann, wenn man sie direkt, nachdem sie durchsichtig geworden sind, weiterverwendet und die zu verklebenden Teile sehr fest aneinander drückt. Aber auch dann ist die Klebekraft nicht sehr stark. Für einen späteren Gebrauch aufheben, kann man diese Klebepunkte gar nicht. Schon nach einem Tag verlieren sie ihre Klebekraft.

Metallicoll Anlegmilch für Schlagmetall
Inhalt 50 g. Für Schlagmetall, Blattmetall und Blattgold

Designfix von Efco

Wesentlich besser sieht es mit diesen Klebern aus: Designfix (von Efco) und TobiColor Haftkleber (von ToblerIdeen) . Aus beiden Klebern lassen sich Gluedots herstellen, die richtig gut kleben. Und, packt man sie zwischen zwei Folien, sind sie auch noch nach einer Woche einsatzfähig (vielleicht auch länger – aber ich habe das Ganze erst vor einer Woche ausprobiert und kann daher nichts dazu sagen).

Die Klebepunkte eignen sich, um leichte Gegenstände miteinander zu verbinden (ausprobiert habe ich Papier und Moosgummi). Man kann sie sehr gut beim Karten basteln und bei anderen Bastelarbeiten mit Papier einsetzen. Dafür nimmt man einfach mit dem Papier, dass man aufkleben möchte, die Klebepunkte von der Folie ab und drückt es dann auf das Hintergrundpapier. Dicke Klebepunkte lassen sich auch als Abstandshalter bei 3D-Bildern einsetzen.

Angebot
Designfix Folienkleber
Inhalt 50 ml. Lösungsmittelfrei und transparent. Auf Wasserbasis mit integrierter Maldüse

Was nicht funktioniert

Unsichtbares Kleben von Transparentpapier (Vellum). Die Klebepunkte schimmern durch das Papier durch und sehen aus wie Fettflecken!

Fazit

Die selbstgemachten Klebepunkte sind nicht so gleichmäßig wie die gekauften, dafür aber wesentlich preisgünstiger! Außerdem kann man sie sich in jeder gewünschten Größe herstellen.

Falls du nun selbst Klebepunkte herstellst, wäre ein Feedback schön. Vielleicht können wir durch dich die Liste der „funktionierenden“ Kleber erweitern. 🙂

Einkaufstipps

Leider sind nicht mehr alle Haftkleber, die ich ursprünglich ausprobiert habe, im Handel erhältlich. Du findest daher in der folgenden Liste auch Kleber, die ich nicht ausprobiert habe. Wie gut sie funktionieren kann ich allerdings nicht sagen.

Kleber, die ich ausprobiert habe

Artidee Anlegemilch von Creartec
Designfix von Efco

Haftkleber, die ich leider nicht kenne, die aber auch funktionieren sollten

Metalleffekt Folienkleber von Viva Decor
Folienkleber von Rayher
Artidee 3D-Decoliner von Creartec
Efco Haftkleber Stencil Fix

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Gluedots selber machen

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2022-03-27 12:11:00
Bastelfrau (Barbara)