Laternenlieder gehören fest zum Martinsumzug. Sie wecken Erinnerungen, schaffen Gemeinschaft und bringen Kinderaugen zum Leuchten. In dieser Sammlung findest du bekannte Klassiker wie „Sankt Martin“, „Laterne, Laterne“ oder „Ich geh mit meiner Laterne“. Diese traditionellen Lieder kannst du bedenkenlos singen, drucken oder teilen, denn sie sind gemeinfrei und gehören zum kulturellen Erbe. Perfekt für Familien, Kindergärten und Schulen.
Inhalt
Laternenlieder und ihre Bedeutung
Wenn Kinder mit ihren leuchtenden Laternen durch die Straßen ziehen, erklingen überall vertraute Melodien. Diese Lieder verbinden Generationen. Sie erzählen Geschichten von Licht und Teilen, von Hoffnung und Wärme in der dunklen Jahreszeit. Gerade rund um St. Martin erinnern die Texte daran, dass Mitgefühl und Gemeinschaft wichtiger sind als alles andere.
Die meisten Laternenlieder stammen aus einer Zeit, in der Musik vor allem mündlich weitergegeben wurde. Viele Texte sind anonym überliefert, manche stammen von bekannten Dichtern wie Heinrich Seidel. Weil sie schon über hundert Jahre alt sind, sind sie heute gemeinfrei – das heißt: Du darfst sie frei verwenden, abdrucken, nachsingen oder für deine Projekte nutzen.
Liedtexte zum Mitsingen
Ein Klassiker unter den Laternenliedern: Sankt Martin
St. Martin, St. Martin, St. Martin ritt durch Schnee und Wind,
sein Ross, das trug ihn fort geschwind.
St. Martin ritt mit leichtem Mut,
sein Mantel deckt ihn warm und gut.
Im Schnee, da saß ein armer Mann,
hatt‘ Kleider nicht, hatt‘ Lumpen an:
„Oh helft mir doch in meiner Not,
sonst ist der bitt’re Frost mein Tod!“
St. Martin, St. Martin, St. Martin zieht die Zügel an,
sein Roß steht still beim braven Mann.
St. Martin mit dem Schwerte teilt
den warmen Mantel unverweilt.
St. Martin, St. Martin, St. Martin gibt den halben still,
der Bettler rasch ihm danken will.
St. Martin aber ritt in Eil
hinweg mit seinem Mantelteil.
Schöner als der Mond und schöner als die Sterne
Schöner als der Mond und schöner als die Sterne
leuchtet auf Erden meine Laterne
leuchtet hier draußen mit hellem Schein
möchte wohl selber ein Sternlein sein.
Kommt dann der Abend auf die Erde nieder
singen wir Kinder unsere Lieder
tragen den Stab mit dem hellem Licht
ach lieber Wind verlösch es nicht.
Laternenlieder: Ich geh mit meiner Laterne
Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben da leuchten die Sterne
und unten da leuchten wir.
Ein Lichtermeer zu Martins Ehr!
rabimmel – rabammel – rabum
Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben da leuchten die Sterne
und unten da leuchten wir.
Laternenlicht, verlösch mir nicht!
rabimmel – rabammel – rabum
Ich geh mit meiner Laterne
und meine Laterne mit mir.
Dort oben da leuchten die Sterne
und unten da leuchten wir.
Mein Licht ist aus, ich geh nach Haus.
rabimmel – rabammel – rabum
Laterne, Laterne
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Brenne auf mein Licht!
Brenne auf mein Licht!
Aber nur meine liebe Laterne nicht!
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne,
sperrt ihn ein, den Wind,
sperrt ihn ein, den Wind,
er soll warten, bis wir zu Hause sind.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne,
bleibe hell, mein Licht,
bleibe hell, mein Licht,
sonst strahlt meine liebe Laterne nicht.
Laternenlied
Abends, wenn es dunkel wird,
Und die Fledermaus schon schwirrt,
Gehn wir mit Laternen aus
In den Garten hinterm Haus,
Und im Auf- und Niederwallen
Lassen wir das Lied erschallen:
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne.
Wie so lieblich aus dem Grün
Fern und nah die Lichter glühn,
Schimmern auf den hellen Steig,
Spiegeln sich im schwarzen Teich;
Rosig aus dem Dunkel leuchtet
Manche Blume tau befeuchtet.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!
Plötzlich aus dem Wolkentor
Kommt der gute Mond hervor,
Wandelt seine Himmelsbahn
Als ein Hauptlaternenmann,
Leuchtet bei dem Sterngefunkel
Lieblich aus dem blauen Dunkel.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!
Ei nun gehen wir nach Haus,
Blasen die Laternen aus,
Lassen Mond und Sternelein
Leuchten in der Nacht allein,
Bis die Sonne wird erwachen,
Alle Lampen auszumachen.
Laterne, Laterne,
Sonne, Mond und Sterne!
Heinrich Seidel (1842-1906)
Über die Tradition der Martinslieder
Das Singen der Martins- und Laternenlieder ist weit mehr als eine hübsche Gewohnheit. Es ist ein fester Bestandteil unserer Herbsttradition und trägt zur Bewahrung alter Bräuche bei. Besonders in Kindergärten und Grundschulen wird das gemeinsame Singen genutzt, um Kindern Werte wie Nächstenliebe, Hilfsbereitschaft und Zusammenhalt zu vermitteln.
Die Texte der Laternenlieder sind einfach, die Melodien leicht zu merken – genau deshalb überleben sie über Generationen hinweg. Manche Familien singen sie beim Laternenumzug, andere zu Hause beim Basteln oder Backen. Und jedes Mal entsteht dabei ein kleines Stück Gemeinschaft.
Interessiert dich das Thema „Laterne laufen“? Dann findest du mehr dazu in dem Artikel Warum wir Laterne laufen – Ursprung und Geschichte des Brauchs.
Warum diese Laternenlieder frei verwendet werden dürfen
Alle in diesem Artikel genannten Lieder sind gemeinfrei, weil ihre Urheber vor mehr als 70 Jahren verstorben sind oder gar nicht bekannt sind. Damit kannst du sie frei nutzen – zum Singen, Ausdrucken oder Teilen. Wenn du Liedblätter für Schule, Kindergarten oder Familienfeiern gestalten möchtest, brauchst du also keine Genehmigung.
Ein Hinweis in dieser Form ist empfehlenswert:
„Alle Texte gemeinfrei (Public Domain). Quelle: traditionelle Volkslieder und Werke von Heinrich Seidel (1842–1906).“
Fazit
Laternenlieder bringen Licht in dunkle Novembertage. Sie verbinden Jung und Alt, erinnern an alte Zeiten und machen das gemeinsame Singen zu einem besonderen Erlebnis. Ob beim Martinszug, im Kindergarten oder zu Hause – diese Lieder gehören einfach dazu und dürfen frei geteilt werden.
FAQ
Sind die Laternenlieder urheberrechtlich geschützt?
Nein, alle hier gezeigten Lieder sind gemeinfrei und dürfen frei genutzt werden.
Darf ich die Liedtexte ausdrucken oder online teilen?
Ja, das ist erlaubt. Die Lieder stammen aus der Volksüberlieferung oder von Autoren, deren Schutzfrist längst abgelaufen ist.
Welche Lieder eignen sich besonders gut für Kindergruppen?
„Laterne, Laterne“ und „Ich geh mit meiner Laterne“ sind besonders eingängig und auch für kleinere Kinder leicht mitzusingen.
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Hinweis: Einzelne Bilder in unseren Artikeln können mit Hilfe von KI erstellt worden sein.
Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.