23. Juli 2024

Tipps zum Stromsparen: Standby-Modus verhindern

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Tipps zum Stromsparen gibt es aus bekannten Gründen derzeit wie Sand am Meer. Einer der effektivsten Tipps ist die Vermeidung des Standby-Modus. Denn die meisten unserer Geräte verbrauchen auch dann Strom, wenn sie nicht in Betrieb sind. Zum Glück muss man das bei den meisten Geräten nicht einfach hinnehmen, sondern kann mit Mehrfachsteckdosen und Zeitschaltuhren etwas dagegen tun.

Energieverbrauch messen

Um sinnvoll sparen zu können, muss man erst einmal wissen, wie viel man verbraucht. Mein Vater liest seit vielen Jahren am Monatsende unseren Stromzähler ab. Dann vergleicht er die Zahlen mit den Vormonaten und den Monaten der Vorjahre. Dann weiß er zwar noch nicht, wo die Stromfresser im Haushalt sind, aber Unregelmäßigkeiten fallen schnell auf.

Zur Überprüfung des Stromverbrauchs einzelner Geräte gibt es spezielle Messgeräte. Diese werden zwischen den Netzstecker des Gerätes und die Steckdose gesteckt. So erfährt man, wie viel Strom in Watt, Kilowattstunden und Ampere verbraucht wird. Es gibt auch Geräte, die den Strompreis direkt berechnen können. Über eine W-LAN- oder Funkverbindung können die Ergebnisse an ein Handy oder einen Computer gesendet werden. Dort kann man die Ergebnisse mit verschiedenen Apps oder Software analysieren. Um möglichst genaue Zahlen zu erhalten, sollte man das Messgerät ca. 1 Woche pro Gerät nutzen. Ein Messgerät kann man sich übrigens bei Verbraucherzentralen und in vielen Baumärkten ausleihen.

Hat man festgestellt, dass man einen Stromfresser hat, kann man sich erkundigen, ob sich eine Neuanschaffung lohnt oder ob es andere Möglichkeiten gibt, hier Strom zu sparen. Eine Möglichkeit ist z.B. die Vermeidung des Standby-Modus.

Stromsparen mit einer Zeitschaltuhr

Es ist längst kein Geheimnis mehr, dass die meisten elektronischen Geräte im Standby-Modus Energie verbrauchen. Deshalb ist es am besten, wenn man die Geräte vom Stromnetz trennt, wenn man sie nicht braucht. Das mache ich beispielsweise mit meinem Drucker, den ich nur sehr selten benutze. So bleibt die Steckdose für andere Geräte frei. Meine Mutter hingegen benutzt ihren Drucker häufiger. Deshalb haben wir ihn an eine Zeitschaltuhr angeschlossen. Zu den Bürozeiten meiner Mutter kann sie bequem von ihrem Arbeitsplatz aus drucken, ohne den Drucker extra anschließen zu müssen. Die Steckdose befindet sich nämlich an einer schwer zugänglichen Stelle. Außerhalb ihrer Arbeitszeit ist der Drucker jedoch ausgeschaltet und verbraucht keinen Strom. Der Stromverbrauch der Zeitschaltuhr ist gering. Man sollte sie aber trotzdem in den eigenen Stromsparplänen berücksichtigen.

Oft vergesse ich, die Mehrfachsteckdosen ein- und auszuschalten. Das verhindert zwar das Stromsparen, allerdings passieren daduch meistens keine Katasthrophen. Anders sieht es zum Beispiel beim Aquarium meines Vaters aus. Das Licht und die Co2-Anlage werden über eine Zeitschaltuhr gesteuert. So ist sichergestellt, dass die Fische und Pflanzen die optimale Menge an Licht und Co2 zum Leben bekommen.

Eine Zeitschaltuhr kann auch für die Heizung oder den W-LAN Router sinnvoll sein. Nachts muss die Wohnung nicht so warm sein und das Internet wird meist auch nicht benötigt. Am besten stellt man die Zeitschaltuhr der Heizung so ein, dass man beim Aufwachen eine angenehme Wärme vorfindet. Wenn man morgens nach dem Aufstehen nicht gleich die Arbeitsmails checken oder die Zeit mit TikTok und Co. vertrödeln will, kann man das W-LAN etwas später einstellen. Dabei sollte man aber darauf achten, dass man stattdessen nicht sein Datenvolumen verbraucht.

Stromsparen mit Mehrfachsteckern

Für Geräte wie Mikrowelle, Drucker, Ladekabel, Fernseher, Stehlampe und Co. reicht meist eine Mehrfachsteckdose mit Schalter. Die meisten elektronischen Geräte in unserem Haushalt sind mittlerweile an Mehrfachsteckdosen mit Schalter angeschlossen. Ich bin etwas vergesslich. Das sorgt regelmäßig dazu, dass ich mich erschrecke, weil ich vergessen habe, dass ich heißes Wasser mit dem Wasserkocher gemacht habe. Allerdings stelle ich dann in der Küche fest, dass ich vorher schon vergessen habe, die Mehrfachsteckdose einzuschalten.

Bei der Auswahl, welche Geräte an welche Mehrfachsteckdose angeschlossen werden, kann neben dem Standort auch die Funktion berücksichtigt werden. Die Mehrfachsteckdose an meinem Bett ist zum Beispiel immer eingeschaltet, obwohl sie eigentlich einen Schalter hat. Das liegt vor allem daran, dass meine Nachttischlampe daran angeschlossen ist. Eine Alternative wäre, batteriebetriebene LED-Streifen mit Bewegungsmelder unter meinem Bettrahmen zu befestigen. Damit hätte ich nachts genügend Licht, wenn ich aufstehen muss. Allerdings ist mittlerweile auch mein Lichtwecker an der Mehrfachsteckdose angesteckt. An der Mehrfachsteckdose an meinem Schreibtisch sind dagegen mein Laptop und meine Tageslichtlampe angeschlossen. Wenn mein Laptop Strom braucht, kann ich mir beim Arbeiten so gleich ein Portion Licht gönnen.

Auch wenn Mehrfachsteckdosen nicht zu den schönsten Alltagsgegenständen gehören, sollten sie nicht hinter Leisten oder Ähnlichem versteckt werden. Das erhöht nämlich die Brandgefahr. Außerdem sollte man darauf achten, welche Geräte man an die Mehrfachsteckdosen anschließt. Die meisten Mehrfachsteckdosen sind für eine Leistung von etwa 3.000 bis 3.500 Watt ausgelegt. Übersteigen die angeschlossenen Geräte diese Leistung, kann es zu einem Schwelbrand kommen.

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2023-02-28 22:24:13