Eine selbst gebastelte Kette muss nicht unbedingt mit einem gekauften Verschluss aus Metall verschlossen werden. Gerade bei einfachen Ketten aus Lederband, Baumwollschnur oder ähnlichen Materialien passt ein verstellbarer Verschluss für Lederbänder oft sogar viel besser zum Schmuckstück. Er wirkt unauffällig, benötigt keine zusätzlichen Verschlussteile und lässt sich mit wenigen Handgriffen anfertigen. Das geht nicht nur schnell, sondern man spart auch einiges an Geld, da kein Zubehör gekauft werden muss.
Besonders praktisch ist, dass sich die Länge der Kette später verändern lässt. So kann das Schmuckstück je nach Kleidung kürzer oder länger getragen werden. Eine einzelne Kette passt dadurch sowohl zu einem rund ausgeschnittenen T-Shirt als auch zu einer Bluse, einem Pullover oder einem Kleid mit tieferem Ausschnitt. Auch beim Verschenken ist ein verstellbarer Verschluss hilfreich, weil der Halsumfang der beschenkten Person nicht genau bekannt sein muss.
Inhalt
Verstellbarer Verschluss ohne zusätzliches Schmuckzubehör
Für einen herkömmlichen Kettenverschluss werden meistens mehrere Kleinteile benötigt. Je nach Ausführung gehören dazu Endkappen, Biegeringe, Karabinerhaken oder spezielle Lederbandklemmen. Diese Teile müssen zum Durchmesser des Bandes passen und außerdem so befestigt werden, dass sie sich beim Tragen nicht lösen.
Ein geknoteter verstellbarer Verschluss kommt dagegen ohne Metallteile und ohne Schmuckzange aus. Das ist vor allem dann praktisch, wenn du spontan eine Kette basteln möchtest oder gerade keinen passenden Verschluss zur Hand hast. Wenn du häufig Schmuck anfertigst, kannst du auf diese Weise außerdem einiges an Zubehör und damit auch an Geld sparen.
Optisch eignet sich diese Verschlussart besonders gut für rustikale, natürliche oder unkomplizierte Schmuckstücke. Holzperlen, Keramikperlen, selbst gemachte Anhänger, große Glasperlen und viele Schmuckstücke im Boho-Stil lassen sich sehr schön damit kombinieren. Ein verstellbarer Verschluss tritt dabei in den Hintergrund und lenkt nicht vom eigentlichen Anhänger oder von den verwendeten Perlen ab.
Welche Bänder eignen sich dafür?
Ein verstellbarer Verschluss wird häufig als Verschluss für Lederbänder bezeichnet. Er kann jedoch auch mit anderen Schnüren funktionieren. Wichtig ist, dass das Band stabil genug ist, sich gut knoten lässt und nicht sofort aus dem Knoten herausrutscht.
Neben echtem Leder kommen beispielsweise gewachste Baumwollschnüre infrage. Sie werden in vielen Farben und unterschiedlichen Stärken angeboten und sehen Lederbändern zum Teil erstaunlich ähnlich. Auch andere feste Schmuckkordeln können geeignet sein. Sehr glatte, besonders steife oder ungewöhnlich dicke Bänder sind dagegen weniger günstig, weil sich die Knoten lösen, verhaken oder nur schwer verschieben lassen können.
Bevor du sämtliche Perlen auffädelst, solltest du deshalb einen Probeknoten mit dem ausgewählten Band ausprobieren. Knote zwei kurze Reststücke zusammen und teste, ob sich der Knoten verschieben lässt und trotzdem zuverlässig an seiner Position bleibt. So merkst du schnell, ob Material und Bandstärke für diese Verschlussart geeignet sind.
Die richtige Länge einplanen
Da die Bandenden für die Knoten benötigt werden und sich anschließend überlappen, solltest du das Lederband nicht zu knapp abschneiden. Überlege vor dem Auffädeln, wie kurz und wie lang die fertige Kette getragen werden soll. Plane außerdem genügend Band für die beiden Knoten und die beweglichen Enden ein.
Ein verstellbarer Verschluss eignet sich nicht nur für neue Schmuckstücke. Unter Umständen lässt sich damit auch eine ältere Kette reparieren, deren Metallverschluss kaputtgegangen ist. Voraussetzung ist, dass das vorhandene Band noch lang genug und nicht beschädigt ist.
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Wie die beiden Knoten gesetzt werden und wie daraus ein verstellbarer Verschluss entsteht, zeige ich dir in der folgenden Anleitung Schritt für Schritt.
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Wichtig!
Gewachste Baumwollschnüre sollte man nicht für Kinderketten verwenden, da sie nahezu „unkaputtbar“ sind und ein Kind sich beim Spielen damit strangulieren könnte! Hier eignen sich Lederbänder, die bei festem Zug zerreißen, einfach besser. Für Erwachsene empfehle ich aber grundsätzlich die gewachsten Baumwollschnüre, die in vielen verschiedenen Farben im Fachhandel erhältlich sind.
Verwendet man sehr dicke Bänder, funktioniert der Knoten unter Umständen nicht mehr, da er sich dann bei der Verwendung von glatten Bändern zu leicht löst, bzw. bei der Verwendung von rauen Bändern der Knoten „verkantet“ und sich nicht mehr problemlos auf- und zuziehen lässt. In diesem Fall sollte man die Bänder entweder fest verschnüren oder doch auf Lederbandverschlüsse aus Metall zurückgreifen.
Mittlerweile habe ich auch eine Bastelanleitung für einen verstellbaren Verschluss für Armbänder geschrieben.
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.
Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.