Leuchtende Pilze haben etwas wunderbar Merkwürdiges. Sie sehen aus, als würden sie eigentlich in einen dunklen Märchenwald gehören und nicht in eine Schale auf der Fensterbank. Genau deshalb passen sie so gut zu einem kleinen Hexengarten.
Besonders schön finde ich dass man bei dieser Halloween-Deko nicht automatisch bei Kürbissen, Spinnweben und Totenköpfen landet. Der Hexengarten kann viel geheimnisvoller aussehen: ein bisschen Moos, ein paar knorrige Zweige, dunkle Steine – und dazwischen kleine leuchtende Pilze, deren Hüte von innen leuchten.
Damit das funktioniert, braucht es vor allem ein Material, das Licht durchlässt. Dafür kommt zum Beispiel transluzentes Polymer Clay infrage. Interessant ist aber auch Oyumaru. Diese thermoplastische Modelliermasse wird in heißem Wasser weich und lässt sich anschließend formen. Beim Abkühlen wird sie wieder fest. Gerade die transparenten und durchscheinenden Varianten sind für leuchtende Pilzhüte spannend.
Inhalt
Leuchtende Pilze müssen nicht aussehen wie aus dem Lehrbuch
Bei solchen Fantasiepilzen würde ich gar nicht versuchen, besonders naturgetreu zu arbeiten. Im Gegenteil. Leicht schiefe Stiele, gewellte Hüte und unterschiedliche Größen wirken viel besser als eine ganze Reihe gleichförmiger Pilze.
Auch bei den Farben darfst du dich austoben. Violett, Blau, Grün, Türkis, Rostrot oder milchiges Weiß passen wunderbar. Wichtig ist nur, dass die Pilzhüte nicht mit einer dicken deckenden Farbschicht versehen werden. Schließlich soll später noch Licht hindurchscheinen.
Die Stiele dürfen dagegen ruhig deckend sein. Dafür eignen sich verschiedene Modelliermassen, aber auch andere einfache Materialien können verwendet werden.
Transluzente Modelliermasse für leuchtende Pilzhüte
Ein Hexengarten braucht gar nicht viel
Für die Umgebung rund um leuchtende Pilze reichen wenige Dinge. Eine flache Schale, trockenes oder konserviertes Moos, etwas Rinde, kleine Steine und ein paar Zweige ergeben schon eine schöne Grundlage. Ich habe hier mit trockenen Materialien gearbeiten. Das passt nicht nur optisch gut, sondern ist auch wesentlich praktischer, wenn eine kleine Lichterkette mit im Spiel ist.
Wichtig ist außerdem, nicht zu viel Dekoration in die Schale zu packen. Wenn zwischen jedem Pilz noch drei Steine, fünf Zweige und irgendwelche Miniaturfiguren stehen, verschwinden die leuchtenden Pilzhüte irgendwann im Durcheinander.
Welches Material eignet sich für leuchtende Pilze am besten?
Polymer Clay hat den Vorteil, dass sich Pilzhüte sehr genau formen lassen. Oyumaru wiederum ist interessant, weil es immer wieder erwärmt und neu geformt werden kann. Wenn der erste Pilzhut also eher nach einer umgedrehten Schüssel als nach einem Pilz aussieht, ist das kein Drama.
Auch transparente oder milchige Kunststoffteile können für leuchtende Pilze verwendet werden. Heißkleber ist ebenfalls möglich, wäre für mich aber eher eine Variante zum Ausprobieren als meine erste Wahl.
Im Mitgliederbereich zeige ich dir, wie leuchtende Pilze aufgebaut werden, wie die LEDs ihren Platz bekommen und wie du die Kabel so versteckst, dass später möglichst wenig davon zu sehen ist.
Was dich im Mitgliederbereich erwartet
- vollständige Materialliste
- Pilzhüte aus transluzenter Modelliermasse
- Montage von Stiel, LED und Kabel
- Aufbau eines trockenen verwunschenen Miniaturgartens
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Fazit
Leuchtende Pilze brauchen vor allem dünne, lichtdurchlässige Hüte und eine kleine LED-Lichterkette. Polymer Clay eignet sich gut, wenn du die Pilze sehr gezielt formen möchtest. Oyumaru hat dagegen den Vorteil, dass du misslungene Hüte einfach noch einmal erwärmen und neu formen kannst.
Zwischen Moos, Rinde und knorrigen Zweigen entsteht daraus eine Halloween-Dekoration, die nicht nach der üblichen Kürbis-und-Spinnweben-Mischung aussieht – und genau das gefällt mir daran besonders gut.
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Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.
Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.
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