13. August 2026

Kettmaschen häkeln – einfach erklärt

So häkelst du Kettmaschen und dafür kannst du sie verwenden
Kettmaschen häkeln – einfach erklärt

Die Kettmasche gehört zu den einfachsten Häkelmaschen überhaupt. Sie ist sehr flach, wird zum Schließen von Runden, zum Verbinden von Häkelteilen und zum unauffälligen Weiterarbeiten an einer anderen Stelle verwendet. Hier erfährst du, wie du sie häkelst und wofür sie sich eignet.

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Die Kettmasche, manchmal auch Kettenmasche genannt, ist eine der grundlegenden Maschen beim Häkeln. Anders als feste Maschen oder Stäbchen sorgt sie kaum für zusätzliche Höhe. Stattdessen wird sie vor allem zum Verbinden, Schließen und Überbrücken eingesetzt.

Gerade beim Häkeln in Runden begegnet sie dir sehr häufig. Auch bei Granny Squares, Häkelblumen, Bordüren und vielen kleinen Häkelmotiven ist sie kaum wegzudenken.

Häkelanleitung

Für eine Kettmasche führst du die Häkelnadel in die vorgesehene Masche beziehungsweise Grundmasche ein.

Dann holst du den Arbeitsfaden mit der Häkelnadel.

Den Faden ziehst du in einem Zug durch die Grundmasche und anschließend durch die Schlinge, die bereits auf der Häkelnadel liegt.

Danach befindet sich wieder nur eine Schlinge auf der Nadel – die Masche ist fertig.

Sie ist damit deutlich niedriger als eine feste Masche, denn sie liegt fast flach auf dem Häkelstück.

Wofür braucht man Kettmaschen?

Kettmaschen können beim Häkeln ganz unterschiedliche Aufgaben übernehmen. Besonders häufig werden sie verwendet, um eine Runde zu schließen. Dafür wird am Ende der Runde eine Kettmasche beispielsweise in die erste Masche oder in eine Anfangsluftmasche gearbeitet.

Auch wenn du innerhalb einer Häkelarbeit zu einer anderen Stelle gelangen möchtest, kannst du einige Kettmaschen häkeln. Dadurch bewegst du dich gewissermaßen über vorhandene Maschen hinweg, ohne dabei eine deutlich sichtbare neue Reihe aufzubauen.

Weitere Einsatzmöglichkeiten sind:

  • das Verbinden einzelner Häkelteile
  • das Zusammenhäkeln von Motiven
  • das Schließen von Luftmaschenketten zu einem Ring
  • das Arbeiten von sehr flachen Abschlusskanten
  • das Einfassen von Häkelarbeiten
  • dekorative Linien auf einer bereits gehäkelten Fläche

Kettmaschen zum Schließen einer Runde

Beim Häkeln von Kreisen, Granny Squares oder anderen Motiven in geschlossenen Runden wird die Runde häufig mit einer Kettmasche beendet.

Dabei wird die Nadel in die vorgesehene Anfangsmasche eingestochen, der Faden geholt und sofort durch beide aufeinanderfolgenden Schlingen gezogen.

So treffen Anfang und Ende der Runde aufeinander.

Je nach Häkelanleitung kann die Einstichstelle unterschiedlich sein. Deshalb lohnt es sich, genau darauf zu achten, ob die Masche beispielsweise in die erste feste Masche oder in eine der Anfangsluftmaschen gearbeitet werden soll.

Nicht zu fest häkeln

Kettmaschen sollten nicht unnötig fest gearbeitet werden. Besonders wenn anschließend noch einmal in diese Maschen eingestochen werden muss, können sehr straffe Maschen das Weiterhäkeln erschweren.

Ziehst du den Faden dagegen gleichmäßig und locker durch, bleibt die Häkelarbeit beweglich und die nächste Masche lässt sich leichter arbeiten.

Kettmasche und Luftmasche sind nicht dasselbe

Die Begriffe können leicht verwechselt werden. Eine Luftmasche wird ohne Einstich in eine darunterliegende Masche gearbeitet. Mehrere Luftmaschen hintereinander ergeben eine Luftmaschenkette.

Bei einer Kettmasche oder Kettenmasche wird dagegen normalerweise in eine vorhandene Masche eingestochen. Der Arbeitsfaden wird anschließend direkt durch diese Masche und durch die Schlinge auf der Häkelnadel gezogen.

Die beiden Maschen haben deshalb ganz unterschiedliche Aufgaben.

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Fazit

Die Kettmasche ist klein und unscheinbar, beim Häkeln aber ausgesprochen nützlich. Mit ihr kannst du Runden schließen, Maschen und Häkelteile verbinden, innerhalb einer Arbeit die Position wechseln oder besonders flache Kanten arbeiten. Da der Arbeitsfaden direkt durch die Grundmasche und die Schlinge auf der Häkelnadel gezogen wird, ist sie außerdem schnell und einfach zu häkeln.

Kettmaschen häkeln – einfach erklärt

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Über die Autorin

Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. Was danach kam, liegt schon lange zurück, noch im letzten Jahrtausend: 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Ich veröffentlichte zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Einmalig durfte ich meine Bastelideen auch im Fernsehen zeigen, bei Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Das war eine ereignisreiche Zeit. Heute unterstütze ich meine Tochter, die in meine Fußstapfen tritt – ganz ohne Druck, einfach aus Spaß an der Freude.

Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.

2026-08-13 11:41:41