Einen Wintergarten zu dekorieren, muss weder teuer noch kompliziert sein. Gerade dieser helle Platz zwischen Haus und Garten eignet sich wunderbar für selbstgemachte Deko, kleine Upcycling-Ideen und saisonale Bastelprojekte. Mit Gläsern, Zweigen, getrockneten Blüten, bemalten Töpfen oder einfachen Papierideen lässt sich der Wintergarten immer wieder neu gestalten, ohne dass gleich alles ausgetauscht werden muss.
Inhalt
Wintergarten dekorieren mit selbstgemachten Ideen
Ein Wintergarten ist ein besonderer Raum. Er gehört zum Haus, aber trotzdem irgendwie auch zum Garten. Genau deshalb passt selbstgemachte Deko hier so gut: Sie darf natürlich aussehen, ein bisschen gesammelt wirken und muss nicht wie perfekt aus dem Einrichtungshaus aussehen.
Beim Wintergarten dekorieren geht es nicht darum, den Raum vollzustellen. Oft reichen ein paar gut gesetzte Akzente: ein Windlicht auf dem Tisch, ein bepflanzter Übertopf, ein kleiner Kranz aus Zweigen oder eine Schale mit Naturmaterialien. Besonders schön wird es, wenn die Deko nicht nur gekauft, sondern selbst gemacht oder umgearbeitet ist.
Viele Materialien liegen fürs Wintergarten dekorieren sowieso schon herum. Leere Gläser, Stoffreste, alte Körbe, Holzstücke, getrocknete Blüten, Papierreste oder ausgediente Übertöpfe lassen sich beim Wintergarten dekorieren gut weiterverwenden. Dadurch bekommt der Wintergarten nach und nach eine persönliche Mischung aus Pflanzen, Licht und kleinen Bastelarbeiten.
Windlichter aus Gläsern für den Wintergarten
Leere Marmeladengläser oder größere Gurkengläser sind eine einfache Grundlage für Wintergarten-Deko. Sie können mit Juteschnur, Spitzenband, Papierstreifen, getrockneten Blättern oder kleinen Anhängern verziert werden. Wer es schlichter mag, füllt etwas Sand, kleine Steine oder Dekogranulat hinein und stellt ein LED-Teelicht dazu.
Gerade im Wintergarten wirken Windlichter besonders schön, weil sich das Licht in den Glasscheiben spiegelt. Wichtig ist nur, dass die Deko nicht zu nah an echten Kerzen sitzt. Sicherer sind LED-Kerzen, vor allem wenn Papier, getrocknete Pflanzen oder Stoffreste mit im Spiel sind.
Auch mehrere Gläser in verschiedenen Höhen sehen gut aus. Sie können auf einem Tablett stehen, zwischen Blumentöpfen platziert werden oder auf einer Fensterbank ihren Platz finden. So entsteht eine einfache Deko, die sich je nach Jahreszeit schnell verändern lässt.
Naturmaterialien sammeln und dekorieren
Zweige, Zapfen, Eicheln, getrocknete Blüten, kleine Steine, Rindenstücke oder Moos passen gut in einen Wintergarten. Sie greifen das auf, was draußen wächst, und bringen es in den geschützten Raum. Daraus lassen sich kleine Tischdekorationen, Kränze, Anhänger oder einfache Schalenarrangements machen.
Ein paar Zweige in einer Vase können schon reichen. Daran lassen sich im Frühling kleine Papierblüten hängen, im Herbst Blätter aus Papier oder Filz und im Winter Sterne, Zapfen oder kleine Anhänger. So bleibt die Grunddeko gleich, aber der Eindruck verändert sich mit wenig Aufwand.
Auch getrocknete Orangenscheiben, Zimtstangen oder Sternanis können in der kalten Jahreszeit dazukommen. Im Sommer passen Muscheln, Treibholz, helle Steine oder gepresste Blüten besser. Dadurch muss der Wintergarten nicht jedes Mal komplett neu dekoriert werden.
Pflanzen schöner in Szene setzen
Pflanzen gehören für viele Menschen ganz selbstverständlich in den Wintergarten. Mit ein paar kleinen Bastelideen wirken sie gleich persönlicher. Schlichte Tontöpfe können bemalt, mit Serviettentechnik gestaltet oder mit Juteband umwickelt werden. Alte Konservendosen lassen sich zu Übertöpfen machen, wenn sie sauber entgratet und passend gestaltet werden.
Auch Pflanzenschilder sind eine einfache Idee. Sie können aus Eisstielen, kleinen Holzresten, Modelliermasse, Schieferstücken oder festem Karton entstehen. Für Kräuter oder kleine Ableger sind solche Schildchen praktisch und gleichzeitig dekorativ.
Wer wenig Stellfläche hat, kann mit Hängeampeln arbeiten. Makramee passt gut, aber auch einfache Stoffstreifen, Kordeln oder alte Körbe lassen sich verwenden. Wichtig ist nur, dass alles sicher befestigt ist und die Pflanzen genug Licht bekommen.
Upcycling-Ideen für den Wintergarten
Beim Wintergarten dekorieren lohnt sich ein Blick in Schränke, Keller und Bastelkisten. Alte Gläser werden zu Windlichtern, Dosen zu Übertöpfen, Stoffreste zu kleinen Wimpeln und einzelne Teller oder Tabletts zu Deko-Unterlagen. Auch Körbe, Holzschalen oder ausgediente Vasen können wieder genutzt werden.
Eine einfache Idee ist ein kleines Deko-Tablett. Darauf kommen ein Glas mit LED-Licht, ein kleiner Topf, ein paar Zweige und je nach Jahreszeit Blüten, Zapfen oder Muscheln. Das Tablett kann auf dem Tisch stehen und bei Bedarf schnell weggeräumt werden.
Aus Papierresten lassen sich kleine Girlanden, Blüten, Schmetterlinge oder Sterne schneiden. Sie sollten nicht direkt an feuchten Scheiben hängen, passen aber gut an Zweige, kleine Deko-Leitern oder an eine Schnur im Raum. So bleibt Papierdeko im Wintergarten besser geschützt.
Besonders viel Spaß hat mir das Basteln von unseren Windlichtern im Tiffany-Stil gemacht. Sie sind so schnell nachzuarbeiten, dass man damit die Dekorationen jederzeit schnell austauschen kann.

Wintergarten-Deko im Frühling und Sommer
Im Frühling passen helle Farben, kleine Blüten und frische Zweige gut in den Wintergarten. Bemalte Tontöpfe, Kräuterschilder, Papierblüten oder kleine Vasen mit einzelnen Blumen reichen oft schon aus. Auch gepresste Blüten können in Bilderrahmen, Anhängern oder kleinen Karten verarbeitet werden.
Im Sommer darf die Deko etwas leichter wirken. Muscheln, helle Steine, kleine Windlichter, Kräutertöpfe und einfache Papiergirlanden passen gut. Wer gerne mit Stoff arbeitet, kann kleine Wimpel aus Reststücken nähen oder kleben. Auch Serviettenringe, Glasanhänger oder bemalte Holzscheiben machen sich auf einem Wintergartentisch gut.
Gerade im Sommer sollte die Deko nicht zu empfindlich gegen Sonne sein. Sehr kräftige Farben können ausbleichen, Kleber kann sich bei Hitze lösen und manche Naturmaterialien werden brüchig. Deshalb lieber Dinge verwenden, die man leicht austauschen oder nacharbeiten kann.
Wintergarten-Deko im Herbst und Winter
Im Herbst sind Blätter, Zapfen, Eicheln, Hagebutten und kleine Zweige schöne Materialien. Daraus lassen sich Kränze, Tischdeko, Anhänger oder kleine Gestecke machen. Auch Papierblätter aus alten Buchseiten, Packpapier oder bemaltem Bastelpapier passen gut dazu.
Im Winter wirken Lichter, Sterne, Tannenzweige und schlichte Naturfarben besonders schön. Ein paar Windlichter, ein kleiner Kranz und einige selbst gemachte Anhänger reichen oft aus. Wer Weihnachtsdeko mag, kann kleine Papiersterne, Mini-Girlanden oder Anhänger aus Modelliermasse ergänzen.
Praktisch ist eine Grunddeko, die das ganze Jahr bleiben kann. Ein Tablett, eine Vase mit Zweigen, einige Gläser und ein paar Pflanzen bilden die Basis. Je nach Jahreszeit werden nur kleine Teile ausgetauscht. Das spart Platz, Zeit und Material.
Warum mich das Thema Wintergarten gerade selbst beschäftigt
Bei uns ist das Thema Wintergarten gerade nicht nur eine schöne Deko-Idee, sondern ganz praktisch geworden. Wir lassen uns zurzeit wegen einer Photovoltaikanlage beraten. Unser Dach macht es den Firmen aber nicht gerade leicht: Es ist ost-west-ausgerichtet, relativ schmal, hat zwei Dachgauben und dann stört auch noch der Schornstein. Im Moment sieht es deshalb eher so aus, als würden dort nicht genug Solarpaneele Platz finden, damit sich die Anlage für uns wirklich lohnt.
Deshalb überlegen wir gerade, ob aus unserer Terrasse ein Wintergarten werden könnte und ob sich die Solarpaneele dann auf dessen Dach besser unterbringen ließen. Die Arbeitsteilung ist dabei klar: Mein Mann spricht mit den Firmen, die die Anlage planen könnten, und ich schaue nach schönen Wintergärten. Dabei bin ich sogar auf einen Händler in Seelze gestoßen, der wirklich tolle Wintergärten anbietet. Seelze ist zwar ziemlich weit weg von uns, aber für Interessenten mit längerer Anreise gibt es dort einen 100-Euro-Gutschein. Deshalb wäre es gut möglich, dass wir uns die Wintergärten vor Ort ansehen und das Ganze gleich mit einem kleinen Kurzurlaub verbinden.
Fazit
Wer den Wintergarten dekorieren möchte, braucht keine teure Ausstattung, sondern persönliche Details: ein paar Pflanzen, selbst gestaltete Töpfe, Windlichter aus Gläsern, Naturmaterialien und kleine saisonale Bastelideen.
Wer vorhandene Materialien nutzt, kann den Wintergarten immer wieder verändern, ohne ständig neue Deko zu kaufen. Genau das macht diese Art der Gestaltung so angenehm: Sie wächst mit den Jahreszeiten, mit den eigenen Fundstücken und mit den Ideen, die gerade zur Hand sind.
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Hinweis: Einzelne Bilder in unseren Artikeln können mit Hilfe von KI erstellt worden sein.
Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.