1. Oktober 2022
Rezepte für Esskastanien (Maronen)

Rezepte für Esskastanien (Maronen)

So lange ich denken kann, gibt es bei uns traditionell an Weihnachten Ente mit Kastanien. Erstaunlicherweise habe ich gerade genau mein Rezept – oder besser gesagt, das meiner Großmutter – mit einer kleinen Änderung in einem „Kriegskochbuch“ gefunden, in dem es darum geht, sich in Notzeiten fleischfrei zu ernähren. Da ich schon längere Zeit mit dem Gedanken spiele, einige dieser Gerichte auszuprobieren, bin ich nun davon überzeugt, dass sie gar nicht soooo schlecht schmecken müssen – im Gegenteil. Jetzt aber erst einmal zu ein paar verschiedenen Kastanienrezepten.

 

Vorbereitung der Kastanien:

Kastanien haben zwei Schalen – eine harte, äußere Schale und eine innere, dünne „Haut“. Beide Schalen müssen entfernt werden. Einige Tipps und Tricks dazu findest du unter Vorbereitung von Esskastanien (Maronen) .

 

Kastanienrezept

Wenn die Kastanien abgezogen sind, wird Butter mit braunem Zucker und etwas Salz auf dem Herd erhitzt und die Kastanien darin angeröstet.
Dann füllt man Wasser auf – so dass die Kastanien knapp bedeckt sind – und lässt sie vor sich hin köcheln, bis sie gar sind. Wie lange das dauert, hängt von den Kastanien ab und davon, wie weich sie sein sollen – eine halbe bis eine dreiviertel Stunde sollte man aber schon einrechnen.
Eine viertel Stunde bevor sie fertig sind, fügt man große Rosinen dazu. Dazu isst man Apfelkompott.

Unsere Variation ist hier: Keine Rosinen dazu und statt Apfelkompott eine knusprig gebratene Ente. 🙂 Statt der Ente kann man natürlich auch anderes Geflügel zubereiten. Bleiben Kastanien über, kann man sie auch am nächsten Tag zusammen mit einem Brathähnchen essen (soweit kommt es aber bei uns so gut wie nie).

 

Kastanienbrei
Auch für den Kastanienbrei müssen die Kastanien zuerst geschält werden. Dann werden die gekochten Kastanien durch die Fleischwolf getrieben.

 

Kastanienknödel
Für Kastanienknödel werden die Kastanien auch wieder zuerst geschält, dann enthäutet und anschließend gekocht. Anschließend treibt man sie durch den Fleischwolf.
Nun gibt man ei und Mehl dazu und formt Knödel daraus, die anschließend in leicht gesalzenem Wasser gargekocht werden.

 

Und hier noch ein ganz altes Rezept: 

 

Kastanienkopf

1 1/2-2 kg Kastanien werden eingeschnitten, gesotten, geschält, durch den Durchschlag passiert, 125 g Zucker kocht man mit 1 Glas Wasser und etwas Vanille, vermengt die Kastanien mit diesem Sirup, drückt sie dann in eine glatte Form, stürzt sie und lässt sie erkalten. Serviert wird der Kastanienkopf mit Rahm, oder mit der folgenden Kirschwassersauce: 1 Glas Wasser, 125 g Zucker, ein Zimtstengel und etwas Zitronenschale werden miteinander aufgekocht. Beim Anrichten gibt man ein Gläschen Kirschwasser oder Kognak dazu.

2017-11-30 09:25:20