Frankenpaper aus Teebeutelpapier herstellen ist eine tolle Möglichkeit, aus den dünnen Papieren kreative, lebendige Hintergründe zu gestalten. Du kannst die Teebeutel dafür entweder in Stücke reißen oder sie in gleichmäßige Rechtecke schneiden – beide Varianten haben ihren eigenen Reiz und lassen sich vielseitig einsetzen.
Inhalt
Zur Zeit bin ich im absoluten Teebeutel-Bastelfieber. Ich selbst und eine Freundin haben eine ganze Zeit lang gesammelt und jetzt ist mein Fundus wirklich groß und ich kann alles mögliche auspropieren. So kam es also zu der Idee, Frankenpapier aus Teebeutelpapier zu gestalten. Ich freue mich schon darauf, daraus ein Masterboard zu machen und das dann für alle möglichen Bastelarbeiten zu verwenden.
Anleitung: Frankenpaper aus Teebeutelpapier
Material im Überblick
Für beide Varianten benötigst du die gleichen Grundmaterialien:
- getrocknete, leere und gereinigte Teebeutel
- eine stabile Unterlage (z. B. dünne Pappe oder etwas dickeres Drucker-Papier)
- Kleber (am besten Flüssigkleber oder mattes Gel Medium)
- Pinsel oder Spachtel zum Verstreichen des Klebers
- Schere (für die geschnittene Variante)
1. Variante: Gerissenes Teebeutelpapier
- Die Teebeutel nach dem Trocknen vorsichtig aufschneiden und den Tee entsorgen.
- Das dünne Papier in kleine Stücke reißen. Die Kanten dürfen ruhig unregelmäßig sein – das macht den besonderen Charme aus.
- Mit Kleber die Unterlage einstreichen und die Papierstücke nach und nach auflegen. Achte darauf, dass sich die Ränder überlappen, so entsteht eine lebendige Struktur.
- Zum Schluss alles mit einer weiteren Schicht Kleber versiegeln und trocknen lassen. Dadurch lässt sich dein Frankenpaper aus Teebeutelpapier besser verarbeiten.
Das Ergebnis erinnert an eine Patchwork-Oberfläche mit weichen Übergängen. Ideal, wenn du organische, natürliche Hintergründe bevorzugst.
- Mattes Gel – reduziert den Oberflächenglanz, erhöht die Farbtiefe und Transparenz
2. Variante: Rechteckige Stücke
- Die Teebeutel ebenfalls öffnen, trocknen und flach streichen.
- Mit einer Schere oder einem Schneidebrett gleichmäßige Rechtecke zuschneiden.
- Die Rechtecke wie Mosaiksteine nebeneinander aufkleben – entweder geordnet in Reihen oder leicht versetzt für mehr Dynamik.
- Auch hier die Oberfläche am Ende mit einer Schicht Kleber versiegeln.
So entsteht ein ruhigeres, klareres Bild. Die rechteckige Anordnung erinnert an kleine Fliesen und eignet sich gut, wenn du ein gleichmäßiges Muster im Hintergrund haben möchtest.
Geeignete Teebeutel
Für Frankenpaper aus Teebeutelpapier kannst du im Grunde jeden handelsüblichen Teebeutel verwenden. Besonders schön wirken Sorten, die beim Aufbrühen eine kräftige Farbe abgeben, zum Beispiel Schwarztee, Rooibos oder Früchtetee. Nach dem Trocknen bleibt oft ein zarter Farbton im Papier zurück, der deinem Frankenpaper eine natürliche Grundfärbung verleiht. Grüner Tee oder Kräutertee ergeben eher hellere, feinere Nuancen. So hast du je nach Sorte bereits eine abwechslungsreiche Farbpalette, ohne dass du zusätzlich Farbe einsetzen musst. Mehr über die verschiedenen Arten von Teebeuteln erfährst du in unserem Artikel „Teebeutelmaterial erkennen: Unterschiede und Tipps zur Unterscheidung„.
- LEBENDIG UND VIELSEITIG: Das Amsterdam Heavy Gel Medium Matt sorgt für ein weiches und raffiniertes Finish, das die Tiefe und Dimension Ihrer Acrylkunstwerke ohne störenden Glanz hervorhebt.
Vorbereitung des Papiers
Bevor du loslegst, sollten die Teebeutel vollständig trocken sein. Dazu den Beutel nach dem Aufbrühen aufschneiden, den Tee vorsichtig entfernen und das Papier flach ausbreiten. Ein Abspülen oder Auswaschen ist nicht nötig – im Gegenteil, die Teeflecken und Verläufe machen den besonderen Reiz aus. Wichtig ist nur, dass das Papier richtig durchtrocknet, damit sich später beim Kleben nichts verzieht oder schimmelt. Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel „Teebeutel fürs Basteln vorbereiten„.
Möglichkeiten zum Färben von Frankenpaper aus Teebeutelpapier
Wenn du dein Frankenpaper aus Teebeutelpapier noch individueller gestalten möchtest, kannst du das Teebeutelpapier nachträglich einfärben. Mit Aquarellfarben erzielst du weiche, transparente Schattierungen. Verdünnte Acrylfarben oder Beizen sorgen für kräftigere Effekte. Auch Stempelfarbe, Sprühfarben oder Pigmente lassen sich gut einsetzen. Auch Reste von Ostereierfarben lassen sich so noch verwenden. Auf dem Bild siehst du Teebeutel und Kaffepads, die ich mit blauer Ostereierfarbe eingefärbt habe. Zusätzlich kannst du das Papier bestempeln oder mit Schablonen bearbeiten, bevor du es weiterverarbeitest – so wird jeder Teebeutel zum einzigartigen Collage-Element.
Typische Einsatzmöglichkeiten
Teebeutelpapier hat sich in den letzten Jahren in der Mixed-Media-Szene etabliert. Besonders beliebt ist es bei Junk-Journal-Fans, weil es durchscheinend, leicht gefärbt und fast kostenlos ist. Viele nutzen es, um Collage-Fodder selbst herzustellen oder Hintergründe mit einem besonderen Vintage-Look zu gestalten. Auf Pinterest und Instagram findest du zahlreiche Beispiele, wie Künstlerinnen ihre Teebeutel mit Stempeln, Acrylfarben oder Embossingpulver kombinieren. Damit kannst du dein Frankenpaper noch individueller gestalten.
Frankenpaper aus Teebeutelpapier kannst du also wirklich vielseitig nutzen: als Einleger in Junk Journals, als Basis für ATCs (Artist Trading Cards), für Collagen, als Cover für kleine Hefte oder als dekorative Tags. Besonders wirkungsvoll ist es auch, wenn du die Teebeutel vorher bemalst, bestempelst oder mit Goldakzenten veredelst.
Fazit
Frankenpaper aus Teebeutelpapier ist nicht nur nachhaltig, sondern auch optisch ein Highlight. Durch das Aufkleben der einzelnen Stücke entstehen individuelle Strukturen, die sich perfekt für Junk Journals, Collage-Fodder oder Mixed Media eignen. Ob du die Teebeutel lieber in unregelmäßige Formen reißt oder sie in Rechtecke schneidest, liegt ganz bei dir – das Ergebnis ist immer einzigartig. Die zarten Farbspuren des Tees geben deinem Frankenpaper eine natürliche Tiefe und machen jedes Werkstück zu einem Unikat. Eine Erklärung, was Frankenpaper überhaupt ist, findest du im Bastellexikon.
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Hinweis: Einzelne Bilder in unseren Artikeln können mit Hilfe von KI erstellt worden sein.
Über die Autorin
Bastelfrau (Barbara)
Basteln begleitet mich seit meiner Kindheit. 1987 startete ich auf Kunsthandwerkermärkten, 1991 eröffnete ich den Laden Die Duft- und Malstube. Später gab ich große Bastelkurse auf Campingplätzen – teils mit über 100 Teilnehmer*innen – und erhielt den Namen Bastelfrau. Heute betreibe ich bastelfrau.de mit unabhängigen Anleitungen. Veröffentlicht habe ich zwei Kreativbücher beim Frech Verlag, ein Buch beim Christopherus Verlag und die Bastelzeitschrift Bastelfrau mit dem Verlag Kindermedien. Außerdem präsentierte ich Bastelideen in Volle Kanne Susanne (ZDF) und im Kinderkanal. Mehr erfährst du auf meiner „Über mich“-Seite.