4. Oktober 2022
Shibori auf Seide

Shibori auf Seide

Shibori ist japanisch und die Bezeichnung für Textilien, deren Muster durch Falten, Knüllen, Festbinden, Festknoten oder Festklammern des Stoffes entstehen. Erst nach dem Öffnen bzw. Entfernen der Verschnürungen usw. werden die Muster sichtbar. Diese Färbetechnik ist schon sehr alt und in vielen Ländern bekannt, z.B. in Peru, Indonesien und verschiedenen afrikanischen Staaten. Aus diesem Grund gibt es auch viele unterschiedlichen Bezeichnungen dafür, wie zum Beispiel Batik, tie and dye oder tritik.

Shibori auf Seide

Das brauchst du für Shibori auf Seide:

Bastelmaterial

  • Tuch Pongé 08
  • 30 ml Dunkelblaue dampffixierbare Seidenmalfarbe
  • Baumwollgarn (Reste)

Bastelwerkzeuge

  • Schere
  • Kochtopf

Anleitung Shibori auf Seide

  1. Das Tuch an unterschiedlichen Stellen aufnehmen und kleine Zipfel drehen. Jeder Zipfel wird mehrfach (8-10 Runden) mit Baumwollgarn abgebunden und verknotet. Mehrere „Motive“ auf die Gesamtlänge verteilt, ergeben ein regelmäßiges Gesamtbild.
  2. Zwei Liter Wasser im Kochtopf erhitzen und ca. 30 ml dunkelblaue, dampffixierbare Seidenmalfarbe dazu geben. Sobald das Wasser dampft sind ca. 80°C erreicht und die optimale Färbetemperatur ist erreicht.
  3. Das Tuch in das dunkelblaue Bad einlegen und ca. 10 Minuten „köcheln“ lassen. Hiernach herausnehmen, auswaschen und die Schnüre entfernen.
  4. Trocknen lassen und glatt bügeln.

Tipps und Tricks für Shibori auf Seide

Statt eines Seidentuches kann man natürlich auch ein Baumwolltuch verwenden. Allerdings benötigt man dann statt der dampffixierbaren Seidenmalfarbe Batikfarben und eventuell den entsprechenden Fixierer und Salz.

Auch die Seide kann zum Schluss noch fixiert werden, damit die Farbe besser hält. Dafür die Seide einfach einmal durch ein kaltes Essigbad ziehen. Anschließend ausspülen und trocknen lassen.

Weitere unterschiedliche Muster erhält man, wenn man den Stoff beispielsweise faltet und dann abbindet.

Es können auch Muster mit festem Garn in den Stoff hineingenäht werden – nach dem Färben werden die Nähfäden entfernt und es entstehen wieder ganz andere Muster.

Ein anderes, beliebtes Hilfsmittel beim Batiken ist das „Abklemmen“ mit Wäscheklammern. Auch dadurch entstehen tolle Muster.

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Shibori auf Seide

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2022-05-18 15:28:00